HELIUM VOLA "Helium Vola"
CD/ Chrom/ Indigo
VÖ: 29.10.2001
Electro/ Medieval/ Avantgarde

„Die Bewohner der Sonne werfen auf uns einen gleichgültigen Blick- Wir gehören definitiv auf den Boden (an die Erde)-Und dort verfaulen wir,meine unerfüllbare Liebe,-Niemals werden unsere sterblichen Körper zu Licht.“

Das ist es, das lang erwartete neue Qntal Album. Nur eben, das es nicht mehr Qntal ist. Ernst Horn hat dieses Projekt verlassen und Helium Vola ins Leben gerufen. Lediglich das Grundkonzept ist hierbei das Selbe. Es werden mittelalterliche und klassische Elemente mit Elektronischer Musik einmal realisiert, aber auch konfrontiert. Soll heißen, hier wird das Mittelalter nicht auf Dudelsack und traditionelle Melodien reduziert und mit synthetischen Beats auf modern getrimmt, sondern eine musikalische Symbiose unterschiedlichster Facetten beider "Welten" inszeniert. Die Hauptstimme unter den insgesamt fünf Solisten gehört Sabine Lutzenberger („Ensemble für frühe Musik “Augsburg „Huelgas-Ensemble “Belgien,„Mala Punica “Italien). Sie gilt als eine der derzeit renommiertesten Sängerinnen für Mittelalterliche Musik. Und alle Gesänge bestechen sofort mit einer fast schon peniblen Exaktheit, die man bei vielen anderen Combos vermißt. Es schwingt und klingt, läßt den Hörer spontan die Augen schließen und genießen. Aber während das Herz hört muß der Kopf arbeiten, denn HELIUM VOLA fordert intensive Aufmerksamkeit. Die Stücke gehen ineinander über und bauen aufeinander auf. Außer Single "Omnis Mundi Creatura" ist auch kein weiterer "Hit" auf dies CD zu verzeichnen, zumindest nicht beim ersten Durchlauf. Je öfter man Helium Vola aber hört, um so schwieriger kommt man davon los, denn es gibt immer wieder neue Fragmente zu entdecken. Im Gegensatz zu Qntal ist Helium Vola über weite Strecken avantgardistisch(er) und experimentell(er). Da werden Samples über den Untergang des russischen Atom U- Bootes "Kursk" mit in ein traditionelles Maienlied eingefügt.... und so gewissermaßen eine ganz Stille Form von Sarkasmus erzeugt, es werden Disharmonien heraufbeschworen und verarbeitet... Stimmen schleichend verfremdet .... und mit traditionellen bis neoklassischen Gesängen zu einem zusammenhängenden, wunderschönen, funkensprühenden Gesamtkunstwerk verbunden. Wer also mit einem neuen MedivalXoverelectrotanzflurhit zufrieden ist, sollte sich vielleicht nur die Maxi zulegen. Thomas Manegold

HELIUM VOLA

Funerali, Les habitants du soleil, Omnis mundi creatura, Begirlich in dem hertzen min, Je chante par couverture, Gegen einen Teufel, Fama tuba, Lösespruch, Sancte sator, Du bist min, Do tagte ez, Les habitants du soleil (Reprise), luvenes, Selig

 
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