„Die
Bewohner der Sonne werfen auf uns einen gleichgültigen Blick- Wir
gehören definitiv auf den Boden (an die Erde)-Und dort verfaulen wir,meine
unerfüllbare Liebe,-Niemals werden unsere sterblichen Körper zu Licht.“
Das ist es, das lang erwartete neue Qntal
Album. Nur eben, das es nicht mehr Qntal ist. Ernst Horn hat dieses
Projekt verlassen und Helium Vola ins Leben gerufen. Lediglich das
Grundkonzept ist hierbei das Selbe. Es werden mittelalterliche und
klassische Elemente mit Elektronischer Musik einmal realisiert, aber
auch konfrontiert. Soll heißen, hier wird das Mittelalter nicht
auf Dudelsack und traditionelle Melodien reduziert und mit synthetischen
Beats auf modern getrimmt, sondern eine musikalische Symbiose unterschiedlichster
Facetten beider "Welten" inszeniert. Die Hauptstimme unter
den insgesamt fünf Solisten gehört Sabine Lutzenberger („Ensemble
für frühe Musik “Augsburg „Huelgas-Ensemble “Belgien,„Mala Punica
“Italien). Sie gilt als eine der derzeit renommiertesten Sängerinnen
für Mittelalterliche Musik. Und alle Gesänge bestechen sofort
mit einer fast schon peniblen Exaktheit, die man bei vielen anderen
Combos vermißt. Es schwingt und klingt, läßt den
Hörer spontan die Augen schließen und genießen. Aber
während das Herz hört muß der Kopf arbeiten, denn
HELIUM VOLA fordert intensive Aufmerksamkeit. Die Stücke gehen
ineinander über und bauen aufeinander auf. Außer Single
"Omnis Mundi Creatura" ist auch kein weiterer "Hit"
auf dies CD zu verzeichnen, zumindest nicht beim ersten Durchlauf.
Je öfter man Helium Vola aber hört, um so schwieriger kommt
man davon los, denn es gibt immer wieder neue Fragmente zu entdecken.
Im Gegensatz zu Qntal ist Helium Vola über weite Strecken avantgardistisch(er)
und experimentell(er). Da werden Samples über den Untergang des
russischen Atom U- Bootes "Kursk" mit in ein traditionelles
Maienlied eingefügt.... und so gewissermaßen eine ganz
Stille Form von Sarkasmus erzeugt, es werden Disharmonien heraufbeschworen
und verarbeitet... Stimmen schleichend verfremdet .... und mit traditionellen
bis neoklassischen Gesängen zu einem zusammenhängenden,
wunderschönen, funkensprühenden Gesamtkunstwerk verbunden.
Wer also mit einem neuen MedivalXoverelectrotanzflurhit zufrieden
ist, sollte sich vielleicht nur die Maxi
zulegen. Thomas Manegold
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Funerali,
Les habitants du soleil, Omnis mundi creatura, Begirlich in dem hertzen
min, Je chante par couverture, Gegen einen Teufel, Fama tuba, Lösespruch,
Sancte sator, Du bist min, Do tagte ez, Les habitants du soleil (Reprise),
luvenes, Selig

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