HUNGRY LUCY "Apparitions: Revisited"
 
CD/ Trisol/EFA
VÖ: August.2001
(TripGoth)
 

Hungry Lucy ist nach Flesh Field ein weiteres "heimlich" von Trisol über den großen Teich importiertes Duo. Allerdings werden hier leisere Töne angeschlagen. Hungry Lucy´s Debütalbum ist sehr melodieverliebt und erst auf dem zweiten "Blick" dunkel und melancholisch. "Von den Medien bereits mit Acts wie Portishead oder Switchblade Symphony verglichen, schaffen Hungry Lucy auf "Apparitions: Revisited" eine wundervolle Symbiose aus elektronischen (Pop) Klängen, Gothic Anleihen und Dance Beats, gekrönt von Christa Belle's emotional vorgetragenen, düsteren Texten." sagt der Pressetext. Und zur Abwechslung wird der Konsument da auch nicht enttäuscht. Die Vergleiche sind gar nicht sooo weit hergeholt. Der Gesang ist zuweilen betörend. Und in solch schönen elektronisch erzeugten Ohrwurm- Balladen wie"Stretch" darf man baden, auch als Untergründler, als der man jenen Mut zu gängiger Melodie und Gefühl eher skeptsich betrachten "muß". Das Lied ist sehnsuchtserfüllt und wohl eher romantisch als melancholisch. Diese Melange und Gratwanderung prägt das gesamte Album. Vereinzelt gibt es "Ausreißer", die wie "Blue Dress" zeigen, daß die verwendeten Klänge sich gar nicht so sehr von den "üblichen" Electrosounds Unterscheiden. Ich empfehle, trotz oder gerade wegen des Kuschelpotentials, diese Platte am Stück und laut zu hören, auch wenn Dich dann der eine oder andere Remix im letzten Drittel der CD aus dem akuten Dornröschenschalf reißen wird. Ja "Apparitions: Revisited" hat jede Menge Massenpotential und Pop- Appeal. Und zur Abwechslung lasse ich mich hier gern verführen. Thomas Manegold

 

HUNGRY LUCY

   
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