| : "Fassade" (CD/ Hall Of Sermon) VÖ: 01.10.01 GermanBombastGoth | |||
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"Vater Schmerz" und "Mutter Angst" haben uns wieder. Tilo Wolff und Anne Nurmie a.k.a. LACRIMOSA ist es bisher immer gelungen, ihre vergangenen Werke mit einer neuen Veröffentlichung zu toppen. Das war am Anfang ihrer nun über 10 Jahre andauernden Kariere zwar noch einfach, aber dürfte mit "Fassade" nun einen Zenit erreicht haben. Einst minimalistisch instrumentierte Verlautbarungen wurden immer mehr mit Gitarrenmusik gekreuzt bis dann LACRIMOSA in die Welt der fetten Arrangements eintrat. Auch auf Fassade wurde gleich ein ganzes Orchester bemüht, sodaß wir es hier schon mit einem klassisch- konzertanten Stück pathetischer Musikkultur zu tun haben. Wie immer lehnt sich Tilo Wolff mit seinen Gesängen oft weit aus dem Fenster und wie schon beim Vorgänger Album "Elodia" gibt es an der Musik nichts, aber auch gar nichts (mehr) zu bemängeln. Weniger harte Gitarren, mehr weiche Streicher, Choräle und die eine oder andere Bläserstimme formen mal eine ergreifende Ballade, mal heftigen Gruftrock. Gelegentliche Sologesänge ("Senses") von Anne Nurmie sorgen für die nötige gesangliche Abwechslung. Aber LACRIMOSA bleibt wegen jener betulichen und zugleich mutigen Art und Weise, mit Befindlichkeiten umzugehen, auch mit "Fassade" ein dankbares Streitobjekt. Die Fans werden dieses starke Album abgöttisch lieben. Die Hasser werden weiter lästern, aber wieder etwas leiser und wieder gleichermaßen mit Kopfschütteln bei so manchem Reim und heimlicher Bewunderung bei musikalischen Gefühlsausbrüchen, die beste Hollywoodfilmfinaletränendrückmusik in den Schatten stellen, so wie beim dreiteiligen Titelstück "Fassade", welches in seiner 25 minütigen Intensität richtig unter die Haut geht. Thomas Manegold | ||
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