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"Wundenmann"(CD/MoonstormRec.,
2001)
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Sie
schinden wieder. Und zwar mein Ohr. Wieder und wieder. In endloser Monotonie
jammert mir der Sänger Daniel vor wie schlecht die Welt ist. Seine
wenig variable Stimme schafft eine seltsame Atmosphäre, die mir
den kalten Schauer über den Rücken jagt. Die spielerische
und kompositorische Leistung läßt ziemlich zu wünschen
übrig. Immer gleiche langweilige Bretter- Riffs. Flach gegen den
Kopf. Weiter ist noch zu vermelden, daß der Sound nicht sehr ausgereift
ist. Dafür, daß Bruno Kramm die Scheibe produziert hat, eigentlich
recht schlecht.
Zwar bin ich, wie man sicherlich schon gemerkt hat, kein Freund der Schinder, aber objektiv betrachtet, ist die Platte, gemessen am letzten Album "Gottesknecht", ein Rückschritt. Neben den zwar monotonen aber harte Songs, gibt's noch die Ballade "Rosengarten". Schräge Melodie und schräge weibliche Stimme zur Marter des Gehörganges. Schließlich und endlich gibt's als Bonusmaterial noch den üblichen DataCD-Track. Wobei es sich hier eher um einen wenig informativen Auszug aus der Schinder- Homepage handelt, der mit Texten, Fotos und dem Video zu "Wundenmann" befüllt ist. Insgesamt ist die CD für Mitglieder der Geißelbrüder sehr empfehlenswert. Alle anderen, die nicht unbedingt auf Ohrenschmerz stehen, sollten erst mal reinhören. H. von Sturzbach |
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Tracklist:
LOS!
AB INS FORUM
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Zwiespalt... Nicht nur die Schinder sehen hier tendenziell nur das Negative, sondern auch der Herr von Sturzbach. Die spielerische und kompositorische Leistung ist objektiv durchaus annehmbar. Auch der Versuch, die eher unfreiwillige Gruftiattitüde des Erstlings abzulegen, würde ich nicht als Rückschritt bezeichnen. Der Sound auf "Wundenmann" ist Geschmackssache, wobei man der Scheibe zu Gute halten muß, daß sie eben NICHT nach Bruno Kramm klingt. Sie klingt auch nicht nach Nu Metal, sondern eben nach den Schindern. Und das ist, zumal die Erzgebirgler grade mal die zweite Scheibe am Start haben, logischerweise gewöhnungsbedürftig. Die eigentliche Stärke dieser Scheibe sind ihre eigentümlichen, kontroversen deutschen Texte, die zwar durchaus streitbar, aber ein diskussionswürdiges Erkennungsmerkmal der Schinder sind. Allen voran "Zeugen in den Schacht" dokumentiert eindrucksvoll, wie eine Combo sich auf die Suche nach der eigenen Identität macht - trotz des allgemeinen Überangebotes und der vernichtenden "istallesschonmaldagewesen"Mentalität der Journis. Und diese Identität findet sich in etwas tiefer schürfenden Konzepten, wie jener titelgebenden Thematik "Wundenmann" oder den immer wiederkehrenden Metaphern aus der Welt der Erzbergwerke. DIE SCHINDER sind auf ihrer zweiten CD vielleicht auf dem ersten Blick nicht mehr ganz so originell, aber sie sind ein "Original", und diesem Umstand sollte man Tribut zollen, indem man sich damit auseinandersetzt, auch wenn man als Hörer sich etwas nackt vorkommt- so ohne Vergleichsmöglichkeiten und passende Schubladen. Thomas Manegold |
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