BIOHAZARD "Uncivilisation" "
 
(CD/Steamhammer/ SPV
VÖ: Sept. 2001) Hardcore
     
Ja, so hätten wirs gern, this is Hardcore. Naja eigentlich isses Crossover. Das waren noch Zeiten... PU- NISH- MENT ... Biohazard gehörten zu den ersten Acts, die harte Gitarren mit HipHop Elementen crossten. Mittlerweile ist das irre angesagt und massenkompatibel. Um so mehr verspüre ich als alter, bekennender Biohazard- Verehrer, Genugtuung, daß ausgerechnet die mittlerweile zu den "Alten" zählenden Mannen mit ihrem sechsten Album dem NU Metal zeigen, wo er seine Roots hat und wie er aus der Sackgasse zu manövrieren ist. Will sagen, Biohazard wissen sehr genau, was aus ihrem musikalischen Treiben so entstanden ist und wehren sich erfolgreich gegen die Legende, daß es die "Jungen" besser können. Natürlich kann die Modernisierung des Sounds so manchem Fan der ersten Stunde sauer aufstoßen, zumal in diesen Gefilden es ja noch nicht mal einer Schmachtballade bedarf, um es sich ein für alle mal mit den "Die hard Fans" zu verscheißen. Aber statt schmachtundschwitz in die mittlerweile gut tätowierten Charts geht´s textlich gewohnt heftig kritisch und musikalisch ohne Boxhandschuh voll auf die 5. Einzelne Spielereien und ruhige Passagen sind, weil die Ausnahme, wie Salz in der Suppe. Und es erinnert der eine oder andere "Old School" Kracher immer an die gute alte rotzige Zeit, zum Beispiel der Opener "Sellout". Der ist dem Quartett nun wirklich nicht vorzuwerfen, denn alles in allem wirken Biohazard auch anno 2001 weder glattgebügelt noch weichgeklopft. Willkommene Abwechslung bringt eine illustre Schar an Gästen mit, die auf "Uncivilization" den Vieren ihre Aufwartung machen. Jenes featuring Members of Hatebreed, Skarhead, Slipknot, Pantera, Cypress Hill , Sepultura, Agnostic Front erinnert eher an familiäre Bande, als an verordnete Verkaufsförderung. Die Produktion ist einerseits zeitgemäß, anderseits dann doch das rohe Fleisch, so wie es sein muß, wobei die Band einmal mehr selbst Hand anlegte und so nix dem Zufall überließ. Gratwanderung geglückt und während Type o Steele das Intro zu "Cross The Line" bereichert, so schön erschütternd ironisch rührend, wie er es immer tut, ohne daß es jemand merkt, überlege ich, welchem der Songs nun die Ehre gebührt, den Tanzflur in unserer schnellebigen Zeit nachhaltig zu erschüttern. Am besten "Uncivilzation" oder doch "Get Away"... nee ... "Unified" ist noch besser, oder doch "Domination" ... oder nein, es ist "Plastic"... geiler Chorus. Zweifelsohne die beste Biohazard Scheibe aller Zeiten. Thomas Manegold
 

B IOHAZARD
Tracklist:
1.Sellout 2.Uncivilization 3.Wide awake 4.Get away 5.Unified 6.Gone 7.Letter go 8.Last man standing 9.Hffk 10.Domination 11.Trap 12.Plastic 13.Cross the line
BONUS: 14.A.T.F. 15.Life of my own 16.Sex and violence

 
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