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LOVE LIKE BLOOD - Chronology of a Loveaffair
(CD/Hall Of Sermon, 2001) Im Westen nichts neues |
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Mit ihrem
neuen Release treiben die Eyssel- Brothers den Coverwahn, der zur Zeit
um sich greift, auf die Spitze. Auf der Scheibe findet sich Musik aus
zwei Jahrzehnten. Schön aufge-teilt in 4 Sektionen präsentiert LLB je
4 Lieder aus 5 Jahren. Darunter finden sich tatsächlich die Hits aus
jeweiliger Zeitspanne.
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Die Frage ist nur, wer braucht so etwas. Gunnar hat verlauten lassen, daß er so was schon immer mal haben wollte. Warum stellt er sich nicht ein-fach nen Sampler auf Kassette zusammen? Zugegeben, die Lieder von 1980 bis 1995 sind ganz gut umgesetzt und in gewohnter LLB- Qualität aufgenommen. Jedoch wurde sehr der typische LLB- Sound aufgedrückt. Bei der Sektion 1996-2000 findet man den sprichwörtlichen "Griff ins Klo". Schleppende und jammernde Versionen von LACRIMOSAs Copycat und von Black No. 1, dem Klassiker der dunkel-X-Over Formation TYPE O NEGATIVE, lassen einem die Nackenhaare zu Berge stehen. Auch "Whatever that hurts" von Tiamat lässt einen fast einschlafen. Anhand der unten aufgeführten Tracklist sollte jeder selbst entscheiden, ob er sich diesen 78 minütigen Lückenbüßer antun möchte. Demnächst sollte wohl, am besten, auch ein Sampler mit den Orginalen erscheinen. Vielleicht mit dem Titel "The empire strikes back". Nur damit die Leute noch mehr Geld rausrücken. In Zeiten von BSE und MKS schleicht sich jetzt auch noch LLB ein, um uns das Geld aus dem Taschen zu ziehen. H. von Sturzbach |
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Oh, da geht ja einer ganz schön ins Gericht. Zugegeben, die Einwände des Herrn von Sturzbach sind berechtigt. Tatsache ist auch, daß sich das Duo mit den Interpretationen der letzten vier Songs hoffnungslos überhoben hat. | |
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Jedoch,
die Inspiration zu so einer Chronologie ist für mich nachvollziehbar
und sie hat auf jeden Fall einen hohen pädagogischen Wert. Deshalb
sollte man sie mit dem Coverschund, der gerade auf uns so hereinbricht,
nicht gleichsetzen. Die "Eyssel Brothers" sind nämlich
weitesgehend unschuldig am Veröffentlichungswahn der Industrie, die
immer mehr Zeugs auf den Markt schmeißt und adäquat dazu jammert,
daß die Umsätze zurück gehen. Gerade die Verbindung diverser "neuen" Bands zu einer "alten" Bewegung namens Gothic dürfte für ein paar Viele mit dieser CD nachvollziehbarer sein, zumal Gothic heutzutage ein vollkommen fehlinterpretierter, dehnbarer Begriff ist. Die Coverversionen der Gothic-Klassiker haben ihren Reiz, besonders dann, wenn LOVE LIKE BLOOD ihren namensgebenden Song von Killing Joke selbst intonieren. Also einigen wir uns auf zwiespältig, denn die im Titel des Albums angesprochene Love Affair mit einer die Zeiten überdauernden musikalischen Strömung glaube ich den beiden aufs Wort. ToM Manegold |
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