MATRIX "The War Is Over"
 
(CD/ Out Of Line 2001)
Future Pop
     

Konzertantes Intro und los gehts. Zwischen Technopop und dem elektronischen Underground tummeln sich mittlerweile eine Menge Projekte. Strengt man bei Matrix musikalische Vergleiche an, denkt man sich eine SynthiPop Variante von Flesh Field oder gleich an Assemblage 23, wobei Tom Shear von jener Combo auch an der Produktion beteiligt war. Matrix kann mit sehr eigenen Gesangsqualitäten aufwarten. Die am Anfang in ein gutes Verhältnis gesetzten Stimmen von John Sepulveda und Ania Kozlowska erzeugen auch die notwendige eigene Identität, die Matrix letztendlich trotz der massiven Konkurrenz in diesem Genre hörenswert macht. Allerdings empfehle ich nur den Fanatikern, sich die CD in einem Stück anzutun, da musikalische Abwechslung nicht sehr groß geschrieben wird. Das Strickmuster ist spätestens bei Track 6 durchschaubar und wiederholt sich bis zum Ende dieser vollgepackten CD. Die vereinzelten Instrumentalpassagen hätteman sich allerdings sparen können, weil sie die Gesamtspielzeit zwar aufwerten, aber keine Intensität eines Gesamtwerkes zulassen. Ansonsten erwarten den Konsumenten fette Sounds, mitsingbare Refrains und immer dann, wenn die Energie der Beats die Mucke in Techno ausarten lassen will, die obligatorische Notbremse auf Synthipop- Format. Den Modern Talking Pokal des Elektrountergrunds wird aber Neurotic Fish trotzdem noch behalten dürfen, weil der Hymnencharakter á la "Velocity" nur selten erreicht wird und so eine Endloswiederholung des Songrezeptes nicht ratsam ist. Anspieltips sind das vergleichsweise agressive "Future War", der Fast- Ohrwurm "Phoenix" und die offensichtliche Single "Silence". Thomas Manegold

 

CD COVER

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