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NOVALIS
"First Cadence"
EP/Ars Musica Diffundere/ Black Rain 2001/ Neofolk |
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Insgesamt fünf in englisch mit variablen Stimmen gesungene Lieder wenden sich an die Current 93 und früheren Death In June Hörerschaft, wobei die typische Wanderklampfe und vereinzelte Töne aus Trompeten vor allem mit dezeneter Elektronik untermalt werden. Stimmlich erinnern Novalis mal an Herrn Tibet, mal an Herrn Veljanov, im Arrangement hält man sich sehr zurück und eröffnet so Raum für viel Atmosphäre. Mercel & Stev von Novalis musizieren schon seit 6 Jahren und haben jetzt (erst) ihre Debüt EP veröffentlicht. Sieht man mal vom Stück "Setting Sun" ab, wo dann doch im punkto Gesang etwas (liebenswert) Unerfahrenes durchblinkt, ist diese Debüt EP sehr ausgereift und überzeugt eben durch Klasse, satt Masse. Gerade in diesem Genre, wo Abwechslung so schwer zu bieten und Herausragendes so schwer zu finden ist, geht man damit einen vernünftigen Weg. "First Cadence" ist eines jener Minialben, die zum nicht mehr lieferbaren Kult werden, so wie zum Beispiel "Those Silent Years" von In My Rosary. Dem Album, das nächstes Jahr kommen soll, darf man in froher Erwartung entgegensehen. Thomas Manegold |