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SCHANDMAUL
"Von Spitzbuben und anderen Halunken"
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(CD/FAME
Rec. BMG)
2001) Folkrock |
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"Der Stein kam ins Rollen und läuft bis heute immer schneller. Die Resonanz die wir von euch bekommen, überrascht und erstaunt uns immer wieder aufs Neue" (Schandmaul) Verwunderung, wenn man Erfolg hat, ohne ihn vorher zu kalkulieren. Das schwingt auch auf vorliegendem Album immer wieder mit. Einfach in die MedievalXover Ecke stecken, währe unpassend, auch wenn man hier die Vorzüge "moderner" Rockmusik mit denen älterem und traditionellem Instrumentarium kreuzt. Auffallend konsequent schielt die Combo nämlich weder auf die Metalfraktion noch auch einen Platz im Vorprogramm von SUBWAY TO SALLY. Anderseits hegen die vier Mannen und zwei Frauen (nächstes Mal umgekehrt) auch keinen Anspruch, sonderlich authentische alte Musik zu machen oder besonders "folkig" oder gar "irish" zu klingen. Nee, sie versuchen gar nicht erst zu klingen wie..., sondern ziehen frank und frei ihr eigenes Ding durch, eine souverän gespielte, in Kopf, Bauch und Bein fahrende, moderne Folkrock Variante mit frechen und intelligentem Textwerk. Da schimmert zwar schon das eine oder andere Traditional durch, oder eben auch plötzlich und unerwartet der russische Gassenhauer "Kalinka" auf der Fiedel, aber schlußendlich überzeugt Schandmaul mit der Gabe, exzellente Ohrwürmer zu komponieren. Bei der Umsetzung macht es die Mischung. Die E- Klampfe ist nicht zu laut, der Dudelsack ist nicht zu aufdringlich und die Fiedel gliedert sich ebenfalls in ein gesundes Ganzes ein. Schandmaul erinnert an die bekannten MittelalterRocker VOR dem Hype um Dudelsackmetal mit Feuerspucker. Das soll weder die Verdienste solcher genialen Bands wie SUBWAY TO SALLY, IN EXTREMO oder TANZWUT/ aka. CORVUS CORAX schmälern, sondern nur darauf verweisen, daß Combos zwangsläufig etwas lauter und gröber werden, wenn sie die Stadionrockgröße ansteuern. So "verspielt" würde die Herren von IN EXTREMO niemand mehr erhören. Somit erfinden Schandmaul das Genre zwar nicht neu, füllen aber eine Lücke, die der Erfolg genannter Combos zwangsläufig hinterläßt. Und dank der Frische, Freude und Ehrlichkeit, die diese Musik verströhmt, dank einer furiosen Bühnenshow, die man u.a. auf dem letzten Feuertanz Festival bewundern konnte, werden Schandmaul, so die Band will, ganz ganz groß werden... Kaufen, freuen, tanzen lauschen, feiern, hören und schauen ... Vollbedienung aller Sinne, ganz ohne multimedia ...Thomas Manegold |
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