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THE
ANCIENT GALLERY "Kopfdelay"
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(CD/Noiseworks/SX/2002)
Electronic-Alternative-Core |
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Irgendwo zwischen Blind Passengers und den Inchtabokatables, von denen Lars Rudell bzw. B.Breuler hier als Gäste mitwirken, befinden sich auch THE ANCIENT GALLERY - ein Quartett aus Dresden, das sich einer Synthese von anspruchsvollen deutschen Texten und elektronisch amotionierter Musik verschrieben hat. Und daß man es hier keinesfalls mit Anfängern zu tun hat, beweist "Kopfdelay", das zweite Album der Formation nach "Deinstallation" eindrucksvoll, denn diese Mischung funktioniert erstaunlich gut und läßt auch in qualitativer Hinsicht keine Wünsche offen. Die Formation ist sehr versiert im Umgang mit der Elektronik und so bilden Drum'n'Bass- und Trip Hop-Loops sowie treibende Industrial- Rhythmen die Grundlage dieses Albums. Dazu gibt es coole Synthies und (meist im Chorus) fette E-Gitarren, die THE ANCIENT GALLERY etwas in die besagte stilistische Nähe von den Blind Passengers rücken. Dennoch geht die Band ihren eigenen Weg, wozu vor allem die charakteristische, raue Gesangsdarbietung von Frontmann Robin Weinhold beiträgt. Dieser ist nicht nur ein talentierter und intelligenter Texteverfasser, sondern hat auch die Gabe, seine Lyrics rhythmisch und expressiv vorzutragen. Angesichts dieser Tiefsinnigkeit gerät der Hörer leicht ins Grübeln und fragt sich, warum die Gedanken über die verschiedenen Formen von Druck in "Druck (25-torr)" die Schlußfolgerung "Drück ab" nach sich ziehen oder weshalb "Jemand Geht". Während das erstgenannte Stück durch die Gastgesänge von Antje Dieckmann (Mortalia) veredelt wurden, ist das Zweitgenannte ein Dialog zwischen einem Sprecher und einer Sprecherin, die sich über den Fortgang eines Individuums unterhalten und dabei tiefe Unterschiede in der Wahrnehmung von Mann und Frau offenbaren. Neben diesen beiden subjektiv empfundenen Höhepunkten ist jedoch prinzipiell jeder Song das Silikon wert, auf das er gepresst ist, denn THE ANCIENT GALLERY haben das Kunststück vollbracht, jedem Stück einen eigenen Charakter zu verleihen und dabei auch viel Wert auf Eingängigkeit gelegt. So ist "Kopfdelay"
eine Scheibe die man sich wieder und wieder anhören kann, da
sie partout nicht langweilig wird und sowohl musikalisch als auch
lyrisch immer wieder neue Facetten offenbart. Wenn diese Welt gerecht
ist, haben wir hier die legitimen Nachfolger der soeben aufgelösten
Inchtabokatables vorliegen, denn auch wenn THE ANCIENT GALLERY sie
mit anderen Mitteln erzeugen, ist die Wirkung dieser Musik doch ähnlich
... sie reißt mit, begeistert und regt zum Nachdenken an. |
Tracklist: 1.
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