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ARTWORK
"Puppet Fields"
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(CD/ DVD /Etage Music/ EFA)
VÖ: Apr.2002 ? |
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"Puppet Fields" besticht schon beim Auspacken mit Quantität. Das Multimedia Doppelpack, bestehend aus einer CD und einer DVD, ist in dieser ersten Auflage zum Preis eines herkömmlichen Albums zu haben. Das ist im Anbetracht von Status und Größe dieses Projektes bemerkenswert, denn es stellt sicherlich einen logischen Schritt dar, den auch andere Bands vollziehen müssen, um der rasenden technischen Entwicklung gerecht zu werden. Neben dem Hang zu multimedialen Ausdrucksweisen ist die personelle Offenheit von ARTWORK ein Markenzeichen geworden. Stets verstand es Jochen Schoberth für ARTWORK immer wieder sehr unterschiedliche, interessante Gäste zu gewinnen, sei es Dirk Schlömer (Das Zeichen), Oswald Henke (GOETHES ERBEN), Edward Ka-Spel (Legendary Pink Dots) Harry Coltello oder Robert Wilcocks (Sleeping Dogs Wake). Getrennt betrachtet, ist "Puppet Fields" Audio das zweite ARTWORK Album, das gänzlich ohne Dauergast Oswald Henke (GOETHES ERBEN) auskommt. Identität liefern bravourös die Stimmen von Katja Hübner und Jan Kunold. Doch Artwork wäre nicht komplett, gebe es nicht eine Neuerung, eine Überraschung in Form eines Gastes. Diese neue Facette bekommt "Puppet Fields" durch das Mitwirken des Beautiful Disease Sängers Chris Goellnitz, der fünf (!) Liedern seine Stimme leiht und mit "Discoverer" und "Starlight Garden" die stärksten Stücke des Albums entscheidend prägt. So auch den genialen Titelsong, den er im Duett mit Katja Hübner singt. Somit ist "Puppet Fields" durchaus auch ein vielversprechender Vorgeschmack auf das neue Beautiful Disease Album. Außerdem gesellten sich u.a. Michael Popp (Ud bei "Tirna Noc") und Charsten Aghte (Percussion) zur Stammbesetzung um Jochen Schoberth hinzu. Ja, gerade die vielen Perkussions sind neu und bereichern die Klangwelt von ARTWORK. Jochen Schoberth selbst hat seine Wurzeln, nun auch eindeutig hörbar, im progressiven Rockgefilden der ach so verschrienen 70er Jahre, also bei jenen Leuten aus dieser Zeit, die unsere Musik nachhaltig geprägt haben und immer noch beeinflussen. Musikalisch bewegt man sich zwischen ruhiger, aber dichter, atmosphärischer Rockmusik, Folk, Mittelalter und klassischen Musikelementen behend hin und her. Durch "Nightdance II" ist ein Schuß Dead Can Dance hinzugekommen und auch eine avantgardistische Komponente ist, obwohl Jochen Schoberth auf extreme Experimente ganz verzichtete, immer noch vorhanden. Die DVD eröffnet mit dem Video "Nightdance II" in zwei unterschiedlichen Versionen, gefolgt von "Discoverer", jener Ballade, die durchaus aus Singleauskopplung durchgeht. Allesamt solide und durchaus sehenswert, da sich sichtlich um Ausdruck und Aussage bemüht wurde. Diesen visuellen Umsetzungen sieht man aber das verhältnismäßig kleine Budget an. Allerdings ist wiederum die Zerrissenheit und Effektüberladung damit nicht zu entschuldigen. Hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen. Die folgenden Live Videos sind gewissermaßen "naturbelassene" Aufnahmen verschiedener Konzerte, wobei gerade die Bilder aus der Crypta des Völkerschlachtdenkmals am eindrucksvollsten wirken. Insgesamt ist
"Puppet Fields" für Jochen Schoberth und sein Projekt
ein riesiger Schritt nach vorn und es ist, trotz der eher ruhigen
Gesamtstimmung, das qualitativ beste und stilistisch geschlossenste
Album, das allerdings entdeckt werden will, nicht zuletzt wegen der
vielen musikalischen Details, die eben nicht plakativ irgendwelche
Hörgewohnheiten bedienen.
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CD Tracklist: Discoverer DVD Tracklist Nightdance
II (Videoclip)
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