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BOYTRONIC
"Autotunes"
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(CD/Strange Ways/Indigo/2002)
Synthie-Pop |
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Das
künstlerische Schaffen von BOYTRONIC läßt sich in zwei
Perioden einteilen. Zum einen die Originalbesetzung mit Holger Wobker
und Peter Sawatzki, die nach dem Welt-Hit "You" und den beiden
Alben "The Working Model" (83) und "The Continental"
(85) getrennte Wege gingen und zum anderen die Besetzung um Hayo Panarinfo
(U96), die Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre zwei Alben veröffentlichte.
Nach dem Tod von Peter Sawatzki haben sich die produktiven Köpfe
aus der ersten und zweiten Phase schließlich zusammen getan und
veröffentlichen mit "Autotunes" nun ein erfolgsversprechendes
Comebackalbum.
Geschlagene zwei Jahre haben Holger Wobker und Hayo Panarinfo an den 13 Stücken auf "Autotunes" gearbeitet. Heraus gekommen ist ein ansprechendes Synthie-Pop-Album mit eingängigen Melodien und einer gefälligen Produktion, das bei den Fanscharen von Depeche Mode, Erasure oder den Pet Shop Boys große Jubelszenarien hervorrufen wird. Prägnant ist neben den üblichen elektronischen Beats, Samples und Keyboards der charakteristische, hohe Gesang von Holger Wobker, der sicherlich Geschmackssache ist. Besonders schlimm ist es, wenn dieser wie bei "Pioneers (Are Marching On!)" durch Vokoder und ähnliche Effektgeräte gejagt wurde und man nicht mal mehr das Gefühl hat, es würde ein Mensch singen, sondern daß die Maschine auch diesen Job übernommen hat. Fakt ist jedoch, daß BOYTRONIC trotz dieser Unflätigkeiten ein ganzes Geschwader an großartigen Melodien verbrochen haben und die Kunst des Songwritings zweifelsohne beherrschen. Mal elektronisch verspielt und dann wieder straight und treibend hat hier doch jeder Ton seine Berechtigung. Und zusammen bilden sie ein gleichsam abwechslungsreiches und kompaktes Album, das zudem sehr emotional anmutet und von einer Prise Melancholie geprägt ist. Die Höhepunkte
des autotunen Comebacks sind die orchestrale, erste Singleauskopplung
"Living Without You", "Perfect Lover" mit Schnulzen-Schlager-Text
und das hymnische "A Song For The Lonely", die allesamt
durchaus das Potential haben, die vorderen Chartplätzen aufzurollen.
Die größte Aufmerksamkeit gebührt jedoch dem achtminütigen,
deutschsprachigen Schlußakt "In die Dunkelheit", der
den Aufbruch des Menschen in ein neues Zeitalter im All symbolisiert
und ebenso wie der Rest dieses modernen Albums gar nicht so recht
zum kaiserlich-antiquierten Frontartwork passen will :-o
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Tracklist: 1.
Love Remains |
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