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BAD RELIGION
"The Process Of Belief"
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(CD/Epitaph/2002)
Melodic-Speed-Punk |
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Es ist nicht
zu fassen! Kaum ist Brett
Gurewitz zurück, laufen BAD RELIGION zur Höchstform ihres
Lebens auf und knallen uns ein Album vor den Latz, das man sich nicht
einmal mehr in seinen kühnsten Träumen von den Mannen aus
L.A. erhoffte. Mit gleich drei Gitarristen an der Front zelebriet die
Band um Frontmann Greg Graffin Speed Punk aus einem anderen Universum.
Allein die überwiegend mehrstimmigen Gesänge (im Booklet liebevoll
als oozin’ aahs bezeichnet...) bohren sich schon beim ersten
Hören derart tief in die Gehörgänge, daß man in
der Folgezeit gar nicht umhin kommt, laufend Songfragmente vor sich
hin zu summen. Hier löst eine großartige Melodie die andere
ab und es scheint, als wäre es eine der leichtesten Übungen,
sich mal soeben 14 Ohrwürmer aus dem Ärmel zu schütteln.
Denn während andere Bands sich allzu gerne vom eigenen Ego einen
Streich spielen lassen, schaffen es BAD RELIGION mit einer Leichtigkeit
schlichte und ergreifende Songs (!) zu schreiben, die durchaus auch
in Lage sind, den Zuhörer tief im Inneren zu treffen. Ach, simple
Arrangements können sooooo wirksam sein! Gleich der starke Opener
’Supersonic’ enthält in 1:45 Minuten alles, was ein moderner Rocksong
enthalten sollte, das anschließende ’Prove It’ benötigt für
dieses Kunststück gar noch 30 Sekunden weniger. In der Folgezeit
wechseln sich flotte und fröhliche mit gemäßigten und
sogar balladesken Klängen ab. In der ersten Single ’Sorrow’ galoppiert
die Melancholie auf flinken Sohlen dahin, während die ersten Takte
von ’Epipheny’ doch fatal an Linkin’ Park erinnern, bevor sich der Song
in einen mega-eingängigen Chorus samt toller Gitarren-Ohrwurmmelodie
steigert. Seinen dezenten Höhepunkt findet diese Scheibe in dem
von Akustik-Gitarren dominierten ’Broken’, aber auch das nachfolgende
’Destined For Nothing’ samt cooler Breaks steht dem in nichts nach.
Sehr schön. BAD RELIGION machen es vor, man muß kein studierter
Musiker sein, um tolle Songs zu schreiben! “The Process Of Belief“ ist
ein Album, daß man sich zu jeder Gelegenheit gerne anhört,
und vor allem immer wieder und wieder! Und so soll Brett Gurewitz doch
die Arbeit bei Epitaph Records in Zukunft doch auch weiter anderen überlassen,
wenn uns dann noch mehr derartige Alben erwarten. Defintiv nicht 'Bored
And Extremly Dangerous', sondern allenfalls suchtgefährdend. Sascha
Blach
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Tracklist: |
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