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CODE RED
"Nightmare"
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(CD/Eigenproduktion)
VÖ: März 2002) Experimental Hardcore |
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CODE RED aus dem
oberfränkischen Pegnitz ist mir schon seit einiger Zeit bekannt. Um
so gespannter bin ich, als ich nun deren erste in Eigenregie produzierte
CD in Händen halte. Obwohl schon allerhand positives über den Silberling
zu meinen Ohren gedrungen war, bin ich nach dem ersten Durchlauf dennoch
überrascht von der hohen Qualität dieses Albums. Passend zum Titel
beginnt der Alptraum mit einem Filmsample aus dem Horrorklassiker
"Nightmare on Elmstreet", gefolgt vom Titeltrack des Albums.
Es ist nicht ganz einfach, das Gehörte einem speziellen Genre zuzuordnen.
Code Red schaffen es, Elemente aus Hardcore, Crossover, Thrash und
Heavy Metal zu vereinen. Das Ergbnis sind neun experimentelle aber
dennoch eingängige Songs, von denen es einige schaffen, sich bereits
nach dem ersten Hördurchgang in die Großhirnrinde einzufräsen und
dort häuslich einzurichten. Besonders beeindruckt bin ich von Shouter
Markus´ kraftvollen Organ, welches entscheidend zu dem professionellen
Eindruck der CD beiträgt. Während in den meisten Songs die aggressiven
Hardcore-Elemente überwiegen, legt das Quintett bei "Amoc" den Schwerpunkt
auf harmonische, sogar gefühlvolle Passagen. Ich könnte mir diese
"Ballade" auch gut auf einer früheren Folge der "Crossing all over"-Compilationreihe
vorstellen. So gut mir die Lieder auch gefallen, kann ich dennoch
nicht leugnen, daß mir das das eine oder andere Gitarrenriff irgendwie
bekannt vorkommt. Aber diese Elemente erscheinen letztlich in einem
völlig neuen Zusammenhang und geben kaum Anlass zu negativer Kritik.
Frech wird´s nur bei dem thrashlastigen "Wake Up". Wenn ich mir schon
was bei Slayer ausleihe, dann doch nicht aus dem allseits bekannten
"Raining Blood". Ich interpretiere das mal als eine Hommage an ein
allmächiges Vorbild. Den Abschluss und gleichzeitig den Höhepunkt
von "Nightmare" bildet der Track "Messiah". Zu den Hardcoreelementen
gesellen sich hier Melodiebögen, wie man sie sonst eher von schwedischen
Death Metal-Acts gewohnt ist. So was gab´s noch nicht, und das Resultat
ist absolut genial! Bleibt nur zu hoffen, daß Code Red auch bald
die Gelegenheit bekommen, ihr überzeugendes Songmaterial live zu präsentieren. Kontakt: Jürgen Hahn, Marktstr. 49, 91257 Pegnitz. |
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