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KungFu:
"KungFu"
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(CD/
Island /Universal/ Jan 2002)
Prog Deutsch Rock |
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Wer mit der Dudenerweiterung "Glaskugelsammelbehälterkasten" 1999 überfordert war, kann sich freuen, denn KungFu haben auf eine Neuwortschöpfung bei ihrem zweiten Album gänzlich verzichtet. Und trotzdem ist der Anspruch auf geistreiche Verlautbarungen ungebrochen, ja noch ausgeprägter als auf dem diesbezüglich schon sehr starken Debüt. Was eindeutig besser gelungen ist, ist die im Deutschen ach so schwierige Verschmelzung von Musik und Text. Scheitern die meisten schon am Inhalt, bringen KungFu den auch noch in eine hörbare Form. Da erhöre ich Sinn für das Lyrische, Sprachbegabung, Mut, und jene Fähigkeit, die Musik und die Metrik so zu verschmelzen, daß es hörbar bleibt, ohne peinlich zu werden. Die stellenweise etwas gewagten und dicht aneinandergereihten Metaphern sind dann auch jene Portion Eigensinn und Arroganz, die man dem Künstler zugesteht, verbesserungswürdige Begleiterscheinung im Sinne wie "scharf gewürzt ist besser als fade". Musikalisch geht man keine Kompromisse ein und verweigert sich jeder, wirklich jeder Schublade. Fette Gitarrenriffs, groovende Bässe und jazziges, lärmiges, schnulziges- alles exellent im Studio mit diversen Effekten abgeschmeckt und offensichtlich langsam gargekocht. Da gibt es Schmeichelballaden nur dort, wo sie auch hingehören, Breaks an den für Bilderradioverhältnisse unmöglichsten Stellen und somit eine wirkliche Neudefinition von deutschem Rock. Kung Fu starten dort neu, wo jeder neu anfangen sollte, anstatt sich zu wiederholen: Neues Album, neue Gründe oder Schweigen. Aus den vergangenen Erfahrungen schöpfen und mit diesen nur dem Drang nachgeben, sich mitzuteilen. Hier höre ich keinen überflüssigen Song, keine Terminarbeit, keine Kopien fremder Erfolge und vermeindlicher Trends, sondern fertige Originale, ohne Berührungsängste an den Grenzen zu Hip Hop und Crossover. Alles in allem eine der bemerkenswertesten DeutschsingPlatten, für alle die sowas mögen oder gern mögen würden- so ganz ohne Britpopgeleier oder Hamburgerschulebeschränkung. Thomas Manegold Die erste Auflage erscheint in Form eines streng limitiertes Digi-Packs mit drei Multimedia-Tracks ( "Cool"-Video + zwei Live-Mitschnitte) |
1.Im
Seitenstreifen - 5:00 |
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