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ARCH
ENEMY "Anthems Of Rebellion"
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Erscheinungsdatum:
25. 08. 2003
Label: Century Me (SPV) Format: Audio CD |
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Das
gemeinhin verbreitete Bild eines Death Metal Shouters ist das eines
nietenbehangenen, stets schwarz tragenden Zottelmonsters mit finsterem
Blick und noch finsterer tiefer Röchelstimme. Doch Klischees sind
vor allem dazu da, daß einfach gestrickte Menschen nicht über
den Tellerrand blicken müssen und ihr Weltbild leichter in beschriftbare
Schubladen hinein quetschen können. Glücklicherweise gibt
es gelegentlich noch Bands, die mit Klischees brechen und eigene Wege
fernab der Norm beschreiten....
Arch Enemy sind so ein Fall! Nach drei Platten mit einem nietenbehangenen, stets schwarz tragenden Zottelmonster mit finsterem Blick und jener noch finstereren tiefen Röchelstimme am Mikro dachten sich die Schweden um das Bruderpaar Christopher und Michael Amott, daß es Zeit wäre für etwas Neues. Nichts einfacher als das. Man wurde auf die deutsche Sängerin Angela Gossow aufmerksam und war derart beeidruckt von ihr, daß man sie spontan als neue Frontfrau engagierte. Und das Tolle daran ist, daß Angela richtig nett aussieht, um es einmal zu untertreiben, denn wundern würde es mich nicht, wenn die männlichen Groupies reihenweise bei ihr anstehen. Noch toller ist, daß sich hinter der ansprechenden Fassade kein piepsiges, dünnes Stimmchen verbirgt, wie sie den Gothic Metal Bereich mittlerweile in ganzen Geschwadern einnehmen, sondern ein wahrer "Brüllteufel", um es mal ganz unverblümt auf den Punkt zu bringen. So konnten Arch Enemy bereits mit dem letztjährigen "Wages Of Sin" ein echtes Highlight todesbleierner Klänge veröffentlichen. Auch auf dem mittlerweile vorliegenden, fünften Longplayer "Anthems Of Rebellion" keift und kreischt die genannte Frontdame wieder wie der allmächtige persönlich und das brüderliche Traumgitarrenduo liefert dazu 1a-Gitarrensalven ab, wie man es von ihnen gewöhnt ist. Technisch brilliant, durch und durch melodiös und auf höchstem Niveau werden die 12 Rebellions-Hymnen zelebriert, so daß kein Körperteil mehr ruhig bleibt. Im Gegensatz zum Vorgänger sind Arch Enemy vor allem abwechslungsreicher geworden, denn neben typischen Knallern wie 'Silent Wars' oder 'Dead Eyes See No Future' gibt es mit 'We Will Rise' auch eine absolut hinverdächtige Abgehnummer, die sicherlich auch bald in den Alternativ- und Metal-Clubs der Nation für volle Tanzflächen sorgen wird. Auch electro-nische Einflüsse lassen sich gelegentlich heraushören (z.B. im grandiosen "Instinct") und da die Band das Tempo immer wieder geschickt varriert, häufig den Fuß vom Gaspedal nimmt und sich auch vor ruhigeren Einschüben nicht scheut, werden diese "Anthems Of Rebellion" garantiert nicht so schnell langweilig. Auch der Faktor Eingängigkeit wurde wieder etwas angehoben, was ja auf dem letzten Album noch ein kleines Manko war und eh man sich umsieht sind die 12 Geschosse an einem vorüber geballert und man hetzt zur Repeat-Taste. Und so
ist "Anthems Of Rebellion" ein Album, das trotz des Fehlens
eines eines nietenbehangenen, stets schwarz tragenden Zottelmonsters
mit finsterem Blick und noch finsterer tiefer Röchelstimme, zur
Speerspitze des internationalen Death Metals gehört und als bisheriger
Höhepunkt in der Karriere von Arch Enemy gewertet werden kann.
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Tracklist: 1.
Tear Down The Walls (Intro) |
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