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STRAPPING
YOUNG LAD "S.Y.L."
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(CD/Century Media/SPV/2003)
Industrial-Metal |
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Lange hat sich Tausendsassa Devin Townsend Zeit gelassen, um der Fangemeinde endlich ein neues STRAPPING YOUND LAD Werk um die Ohren zu ballern, denn schlappe sechs Jahre sind seit dem opulenten "City" vergangen. Doch verlernt haben die verrückten Kanadier in der Zwischenzeit nichts, denn auch "S.Y.L." ist ein Feuerwerk moderner, harter Klänge geworden und ganz nebenbei das extremste Werk von Mr. Townsend seit ... ja, genau ... sechs Jahren. Der langerwartete Output liefert dem geneigten Fan dann auch genau das ins heimische Wohnzimmer, was dieser von STRAPPING YOUNG LAD erwarten konnte. Wüste Musik, die die besten Elemente aus Industrial, Hardcore, Heavy- Thrash- und Death-Metal verarbeitet, sie mit einer gesunden Experimentierfreudigkeit anreichert und auch elektronische Elemente nicht außen vor läßt. Das Schlagzeug ballert wie ein Maschinengewehr durch die zehn Stücke und zeigt Gene Hoglan einmal mehr in Bestform. Dabei verzichtete man auf jegliche Art von modernem Triggering und zauberte einen wunderbar natürlichen Drumsound, dessen einzigster Mangel die etwas kraftlose Snare-Drum ist. Devin Townsend himself kreischt sich wie Derwisch durch das dritte Album der Formation und läßt nur in wenigen Momenten sein Gespür für große Melodien durchscheinen. Aber zur Befriedigung melodischer Lustgefühle hat der Gute ja noch ein ganzes Geschwader an weiteren Projekte, die weitaus besinnlicher zu Werke gehen als dieses Monstrum namens STRAPPING YOUNG LAD. Neben pfeilschnellen Dampfwalzen der Marke "Relentless", "Devour" und "Last Minute" (Wahnsinn!) gibt es natürlich auch immer wieder groovige Momente wie im siebenminütigen "Aftermath" und auch ihre ruhige Seite wollten uns die Musiker nicht gänzlich vorenthalten. So gestaltet sich der Ausklang mit "Bring On The Young" trotz Marilyn Manson mäßiger Shouts am Schluss eher gesetzter Natur. Mein persönlicher O(h)rgasmus dieser Langrille hört indes auf den Titel "Force Fed" und ist wohl die konsequenteste Zusammenführung aller genannten Elemente, denn der Song enthält trotz einer gesunden Härte und treibenden Passagen auch ein Höchstmaß an Atmosphäre und Melodie. Somit kann das Stück repräsentativ für das Album stehen und sollte jedem unschuldigen Ohr als perfekter Einstieg in eine blutige Zukunft dienen. Yeah, STRAPPING YOUNG LAD haben es mal wieder geschafft mich umzuhauen, denn "S.Y.L." ist ein Bastard auf höchstem Niveau. Zumindest ist mir keine Band bekannt, die die Extreme auf so homogene Weise zu einer Einheit verschmelzen lässt wie STRAPPING YOUNG LAD (von Neurosis einmal abgesehen...), denn die vier Musiker beherrschen wirklich alles von infernalischen Geprügel bis hin zum atmosphärischen Düster-Rock. Bei soviel bestialischer Herrlichkeit sollte wahrlich niemand zögern den Plattenladen seines Vetrauens zu stürmen und nach den folgenden Lettern zu suchen: ... S... Y ... L ...!!!!
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Tracklist: 1.
Dire Line-Up: Devin
Townsend - vocals, guitar, keyboards |
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