Diorama "The Art Of Creating Confusing Spirits"  
Erscheinungsdatum: 18.10. 2002
Label: Accession (EFA)
Format: Audio CD
   

Ein Jahr mußte ins Land gehen, bis ich mir diese Veröffentlichung mal in Ruhe zu Gemüte führen konnte. Dabei hat sich Torben Wendt schon eineinhalb Jahre Zeit gelassen, wohl um das Unmögliche zu versuchen, auf den Vorgänger "Her Liquid Arms" noch eins draufzusetzen. Und... es ist ihm in der Tat gelungen.

Nicht nur die Emanzipation, weg von sich wohlwollend aufdrängenden Vergleichen mit Diary Of Dreams, ist hier zu erhören, sondern auch eine Hinwendung zu zugleich variableren und tanzbareren Rhythmen. Dabei wird das Songmaterial aber keineswegs oberflächlich, im Gegenteil. Diorama hier gelingt das Unmögliche, zugleich die Clubtauglichkeit und die inhaltliche Tiefe zu steigern. So sind "Last Minute", "Klarheit" und "Howland Road" leicht verspätet, aber wohlverdient musikalische Dauergäste in meinem Obscuren Set...

Und auch sonst wird hier über eine Stunde lang der Melancholien gefröhnt, die das Leben in unsere ach so dünne Haut brennt. Hier kommt Genuß am Schmerz auf ... immer und immer wieder und wir werden am Ende, wenn wir wieder (und wieder) auf "Play" drücken, wissen, wir leer und belanglos diese Welt wäre ohne Tragik... ohne den Pathos um das uns Widerfahrene.

Auch die balladeske Seite von Diorama kommt nicht zu kurz und so ist The Art Of Creating Confusing Spirits an Vielfalt innerhalb des Electrogenres nur schwer zu übertreffen.


Thomas Manegold

 


1.Velocity
2.Last minute
3.Kiss of knowledge
4.Howland road
5.Staring
6.All that matters
7.Brainwashed
8.Home to millions
9.Forgotten
10.A few days off
11.Klarheit
12.Pain management (Quick relief)
13.The convenience of being absent

   

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