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L´âme
Immortelle " Als die Liebe starb"
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(CD/Matrix Cube/ Trisol)
02/ 2003 DeproPopGoth |
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An einem 21. Februar ist eine Welt zerbrochen. Die Welt des Thomas Rainer, sein ein und alles. Seine damalige große Liebe hatte ihn maßlos enttäuscht. Im Interview (geduld geduld) sagte er dann dazu fast lapidar: "Sie hätte wissen müssen, daß ich darüber eine Platte machen würde". Und da ist sie nun. "Als die Liebe starb" ist das "natürlichste" Album von L´âme Immortelle geworden. Der charkteristische Dialog der beiden Sangesstimmen ist weniger effektbeladen, klassische Instrumente und die gute alte E- Klampfe haben sich genau die Stellen in den Liedern erobert, die dafür geeignet sind. Mit "Als die Liebe starb" gehen Thomas und Sonja auch jenen Menschen entgegen, die mit den ersten Veröffentlichungen von L´âme Immortelle nicht sooo viel anfangen können, ohne dabei die "Bitterkeit"- Liebhaber vor den Kopf zu stoßen. Der langsame, schleppende Beat, die Streicher und der "Pathos", gepaart mit (nicht mehr ganz so) bösen Electronics und einem mittlerweile in Vollendung inszenierten Bild des inneren Leidens der unverstandenen, sensiblen Seele in einer grausamen Welt, wird immer mehr zum unverkennbaren Markenzeichen des Duos. Gerade thematisch geht diese Scheibe nun in die Vollen. Es geht um die Liebe. Und das so unverblümt, daß man sich gar nicht mehr traut, darüber lächelnd den Kopf zu schütteln. Ja, das ist hart am Kitsch vorbei, voll in die Welt der großen Gefühle, und wenn es, oberflächlich betrachtet, nicht mehr zu ertragen ist, dann hilft kein Sträuben und Zaudern mehr. Das Lied will unter die Haut, und nichts, aber auch gar nichts wird es aufhalten. "Aus den Ruinen" ist diesbezüglich mein absoluter Fave, denn bislang ist das stimmliche Zusammenspiel der beiden noch nie so intensiv gewesen. Beim Refrain kann auch der letzte Zweifler ganz sicher sein, daß Thomas Rainer sich sprichwörtlich die Haut abzieht, sein Innerstes entblößt und sich so richtig auskotzt. Und ich glaube, daß diese Direktheit, dieser Mut von vielen verstanden wird. Klar, es wird immer solche Nörgler wie den Manegold geben, aber ohne die wäre es auch langweilig. Musikalisch ist das Werk hörbar aufwendig und präzise umgesetzt worden. Die Produktion klingt edel und sehr organisch. Und die Liebe stirbt darüber hinaus in einer aufwendigen und höchst geschmackvollen Verpackung (wie es sich gehört). Hochglanzdigipack, Prägedruck und ein Booklet, das mit überlagerten Zeichnungen auf durchsichtigem Pergament nachhaltig beeindruckt und einmal mehr das Hörerlebnis visualisiert und ergänzt. Die Liebe wird verzweifelt gesucht und im entscheidenden Momenten immer gemieden. Z. B. fällt es den meisten Menschen schwer, darüber zu reden. Das mag einer der Gründe sein, warum Menschen, die den Mut (der Verzweiflung) aufbringen, es aufrichtig zu tun, immer offene Türen einrennen. Auch wenn die Liebe in diesem Falle starb, ist ihr Niedergang mit soviel Liebe verewigt worden, daß man als egoistischer Konsument dem "Schicksal" dafür dankbar ist, daß es die Künstler zu so einem Seelenstrip inspiriert hat. Schnief.
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Tracklist: 1.
21. Februar |
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