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SUNBURN
"Beauty?"
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(CD/Zero2records/ 03/03)
Alternative Rock |
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Schöne CD! Graphisch schlicht und äußerst effektiv. Welch´ Blickfang! Das war bei SUNBURN schon früher so. Ich hatte noch keinen Ton dieser Combo gehört und dennoch war mir ihr Name geläufig, weil er mich von jeder Plakatwand förmlich ansprang. Aber hier geht´s nicht (nur) um graphische Umsetzung und Werbung, sondern um Musik. Und diese setzt sich im Falle SUNBURN sofort in den Gehörgängen fest ... ... sofern man solide Gitarrenmusik mag, die keinem Trend folgt. Natürlich können auch SUNBURN das Rad nicht neu erfinden, aber sie sind eben nicht die 189te Antwort auf Nickelback oder gar die bayerischen Korn... nein. SUNBURN besteht hörbar aus Musikern, die schon länger Musik machen und hören, die zu viele Einflüsse haben, als daß sie sich von den Mühlen der immer schneller wechselnden Trends zermahlen ließen. Auch klingt ihr Debüt weder typisch Deutsch noch an irgendeiner Stelle bemüht. SUNBURN rockt aber trotzdem. Auf ihre Art. Mit Härte und Inhalt, mit Melancholie und ein bißchen Wut. Erfrischende Melodien (way back home), eine Prise kraftvoll inszenierte Tragik, wie beispielsweise im titelgebenden Stück oder in "if i die" und eine wunderschöne Schlußballade sind das Grundgerüst für "Beauty?" und beschreiben in etwa die Stärken und die Bandbreite von SUNBURN. Definitiv keine musikalische Idee ist hier auf kurzweiligen Ohrwurm getrimmt worden. Vielmehr läßt man den allesamt starken Songs ihre Intensität entfalten. Gibt sich und den Liedern Zeit und Luft zum atmen. Trotzdem hält man die Stücke kompakt und verzichtet auf ausladende Zurschaustellung handwerklichen Könnens. Und so nicke ich auch erst beim zweiten Mal zu diesem unterschwelligen und doch bestechenden Groove mit und kann mich wirklich nicht entscheiden, welchem Lied ich hier nun den Vorzug geben soll. Schuld daran ist zum einen die Stimme von Ferdinando Reinl, der damit weder Vergleiche zu scheuen noch zu befürchten braucht. Der andere Grund ist die eigene Handschrift des Gitarrenduos. In Zeiten, in denen der Gitarrensound einer Band meistens nach dem Produzenten klingt, ist das eine willkommene Abwechslung. Hier beschleicht mich doch glatt die arg strapazierte Hoffnung, daß diese Band wirklich groß werden kann und die auch groß werden will. Die Tatsache, daß ihr junges Label seine Arbeit mit ihnen begann, zeigt, daß sie Partner haben, die auch wissen, wie das geht... Also, wir können wieder hoffen, denn spätestens, wenn Herr Gottschalk sein Toupet zieht und in den Ruhestand geht, hätte diese Region in Sachen Exportschlager wirklich ein ernstes Problem... |
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