CreamVIII - Wintertime

 
Erscheinungsdatum: 25. 10. 2004
Label: Sonorium (SX Distribution)
Format: Audio CD
 

Nach langjähriger Schaffenspause melden sich CreamVIII mit dem Album "Wintertime" zurück. So originell und zutreffend, wie dieser Einstieg in eine Rezension, ist auch, Ehre wem Ehre gebührt, das Songmaterial auf der Scheibe.

Denn, was Cream VIII hiermit vorlegen, ist guter, solider, allerdings auch nicht sehr innovativer Gothic Rock. Bandgründer und Sänger Boris Brosowski hat eine angenehme, tiefe und vor allem wandelfähige Stimme: mal klingt sie warm und schmeichelnd, mal autoritär, mal beschwörend, mal aggressiv und mal rauh, beinahe flüsternd.
Der Anfangstrack "Pyre", ein Instrumentalstück, überrascht mit sanften Harfenklängen, aber gleich der zweite Track, "Burn Witch, Burn", beweist, dass CreamVIII auch für härtere Töne zu haben sind. Dieser sehr rockige Track ist durchweg tanzbar.

Ebenfalls durch hohe Tanzbarkeit zeichnen sich "Catherine", "The Black Sea" und "Swansong" aus. Mit "Twerde Blizo" folgt eine ruhige Ballade in russischer Sprache. "Paid in pain" weist auf die Verehrung hin, die CreamVIII den Sisters of Mercy zollen. Sogar eine Zeile aus "Lucretia my reflection" wird zitiert. Der Titelsong "Wintertime" wiederum erinnert an Nick Cave. In "Empire/Rat Music" wird durch die Stimme sowie den Einsatz der Instrumente erfolgreich eine unheilverkündende Atmosphäre geschaffen, passend zu dem Text, der mit Metaphern aus dem Ungeziefer/Parasiten-Bereich spielt.Dem Abschluss bildet eine Ballade. "Too Close To The Sun" besticht mit seiner aus dem griechischen Ikarus-Mythos entnommenen Symbolik.

Die Texte dieses Albums zeichnen sich nicht gerade durch Originalität aus - die üblichen Herz-Schmerz, Trauer und Leid-Themen - aber CreamVIII verzichten doch auf allzu abgedroschene Phrasen.
Alles in allem ist "Wintertime" ein gutes, hörenswertes Album, das einem eine schöne Stunde verschaffen kann. Das Einzige, was zu kritisieren bleibt, ist, dass es sich nicht gerade durch Originalität auszeichnet.
Fazit: Für CreamVIII Fans ein Muss, für alle anderen ein Kann.

Christine Höfig

 

Tracklist:

1.Pyre
2.Burn Witch, Burn!
3.Catherine
4.The Black Sea
5.Tverde Blizo
6.Paid in Pain
7.Empire/Rat Music
8.Wintertime
9.Sabeth
10.Swansong
11.Too Close to the Sun
12.Wintertime (live)

 

 
         
 

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