EGO LIKENESS "Water To the Dead" |
Erscheinungsdatum: 26.07. 2004
|
|||
|
EGO LIKENESS ist eine US Gothic Rock Band um die Sängerin Donna Lynch und Gitarrist Steven Archer. Singt Donna, dann klingt es ein wenig nach Faith And The Muse, singt Steven, dann haben wir etwas von der Aura eines früheren Andrew Eldrich- und singen die beiden zusammen, so ist das an Spannung auch jenseits des Gothic- Genres nicht zu toppen. Weil der hier dargebotene "Gothic Rock mit modernen Mitteln" auch mit in den BatCave Hype fällt, dürften solch hymnenhafte Stücke, wie "Water To the Dead" innerhalb der schwarzen, elektroverseuchten Szene nicht unerhört bleiben, zumal mit Diva Destruction und Collide schon vergleichbare Combos mit ähnlich intensiven, gothigen Gitarrenstücken jüngst für Wirbel gesorgt haben. Besagter Opener hat Hymnencharakter, ist extrem tanzbar und wird somit die schwarzen Flure im Sturm erobern, sofern er den Weg in die Player findet. Allerdings, gemäß des Sprichwortes, in dem eine Schwalbe und der Sommer drin vorkommt, macht ein Hit noch kein Album. Aber auch über die gesamten 50 Minuten Spielzeit kommt keine Langeweile auf, entpuppen sich Donna Lynch & Steven Archer als absolut begnadetes Songwriter Duo. Auch brauchen sie ihre Sangeskünste vor bekannteren Stimmen des Genres keineswegs zu verstecken. Hinzu kommt eine relative Offenheit zum Popappeal und variablen Keyboardsounds, die zwar nie in den Vordergrund drängen, aber das Hörerlebnis aufwerten und den Trip in die Traurigkeit zum Freudentanz werden lassen. Zwar kann man die Intensität der ersten vier Stücke nicht ganz bis zum tragischen Ende durchhalten, jedoch ist die magisch düstere Atmosphäre in den Liedern immer gegenwärtig. Das macht EGO LIKENESS zum Geheimtip sowohl für Gothics, als auch für Leute, die auf Tori Amos abfahren. ("Wolves") Ich hoffe mal, EGO LIKENESS müssen nicht erst aus dem "Nichts" der Ignoranz in den leicht angeschwärzten Pophimmel aufsteigen, um erhört zu werden. Das Zeug dazu hat der Sechser aus Philadelphia allemal, gerade weil er sich vom "Metalboom mit Frau am Mikro" wunderbar distanziert. Hier ist die Atmosphäre und jenes Gothappeal vorhanden, was wir bei, zwar hochwertigen, aber doch am Fließband produzierten, Charthymnen so schmerzlich vermissen. ("Traveling Son") Und hier ist trotzdem von jener "früherwarallesbesser" Mentalität nichts zu spüren. Das liegt vielleicht daran, daß die beiden Köpfe einst in der Dance/ Trip Rock Ecke zu Hause waren. EGO LIKENESS klingen dennoch authentischer als mancher traditionsgeschwängerte Act und sind so Pflichtprogramm für jeden halbwegs aufgeschlossenen Hörer von atmosphärischer Musik mit Stromgitarre. |
Tracklist: 1.Water
to the dead |
|||
|---|---|---|---|---|
|
Links : http://www.egolikeness.com/ |
||||
| (c) subKULTur 2004 - nach hause - inhalt - archiv - cd kritiken - EGO LIKENESS |