ENSIFERUM "Iron"

 
Erscheinungsdatum: Juli 2004
Label: Spinefarm Records
Format: Audio CD
 

Blind Guardian, Children Of Bodom, Finntroll, Thyrfing - so unterschiedlich diese Bands auf den ersten Blick zwar wirken mögen, sie haben doch eines gemeinsam. Sie alle scheinen - die einen mehr, die anderen weniger - Pate für das neue Ensiferum-Album gestanden zu haben.

Seit ihrem Erstlingswerk haben sich Ensiferum deutlich weiterentwickelt. Instrumentelle und gesangliche Elemente, wie man sie aus dem Genre des Power Metal kennt, haben Einzug in das Repertoir der fünf Finnen gefunden, welches sich wie gewohnt aus Melodic Death und Pagan Metal zusammensetzt. Verspielte Akustikgitarren, rasante Stromgitarren mit wunderbaren Soloeinlagen, nordische Männerchöre, hymnische Keyboards ergänzt durch Mandoline und Kantele, bezaubernder Frauengesang als gelegentliche Ergänzung der kratzigen Vocals - das sind die Markenzeichen der jungen Newcomer, die schon längst ihren Status als Insidertipp hinter sich gelassen haben. daß sich nun auch noch Elemente des Powermetal in das ohnehin schon reichhaltige Instrumentarium gemogelt haben, mag zwar zunächst irritieren, das Resultat kann sich aber nicht nur hören lassen, sondern vermittelt der Musik eine hohe Eigenständigkeit mit Wiedererkennungswert.
Die Finnen sind auf dem richtigen Weg. Im elegant ausgeführten Stilmix scheint der einzige Ausweg aus dem Sumpf der Belanglosigkeit zu liegen, in dem so viele junge Bands dieser Tage zu ersaufen drohen.

Inhaltlich sind Ensiferum ihren VikinG/Pagan-Wurzeln absolut treu geblieben. Wieder dreht sich alles um kriegerische Auseinandersetzungen, ausgetragen auf den Schlachtfeldern des hohen Nordens. Das detailverliebte Coverartwork von Christian Wahlin erschein als Spiegelbild all dieser lyrischen Ergüsse.

Schon die Titel der einzelnen Stücke verraten deren kriegerischen Inhalt. Nach einem viel zu langen Intro geben die Musiker beim Titeltrack gleich ordentlich Gas, stets gebremst durch eingestreute Akustikeinlagen. Es folgt eine Reihe von Hymnen, die ein jeder Nordic-Fan gehört haben sollte. Auch an ruhigen Momenten fehlt es nicht: "Lost in despair" als Album-Ballade und die stark folklorelastigen "Lai lai hei" und "Tears", letzteres mit wunderschönen Einlagen von Gastsängerin Kaisa Saari, sorgen für einen angenehmen Ausklang von "Iron".

Wer nun über einen Kauf des Albums nachdenkt, sollte sich selbst den Gefallen tun, etwas tiefer in die Tasche greifen und sich das limitierte Digi-Pack zulegen. Mit der darauf enthaltenen Coverversion von Metallicas "Battery" ist auf dieser Edition nämlich die komplette "Tale of revenge"-MCD für geringen Aufpreis enthalten...

Dagger

 

Tracklist:

Ferrum aeternum
Iron
Sword chant
Mourning heart - interlude
Tale of revenge
Lost in dispair
Slayer of light
Into battle
Feel Like
Lai lai hei
Tears

 
         
 

Links : www.ensiferum.com - www.spinefarm.fi

 
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