FELSENREICH "Tiefe" |
Erscheinungsdatum:
7. Juni 2004 |
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Die sächsische Band FELSENREICH zog im nationalen
Underground schon lange ihre Kreise, bis nun endlich der erste Plattenvertrag
an Land gezogen werden konnte und die Möglichkeit besteht, ein
größeres Publikum anzusprechen... Zunächst einmal fällt das schöne Artwork auf, dem man anmerkt, daß sich hier viel Mühe gegeben wurde, die düstere Stimmung auch optisch umzusetzen. Und auch in musikalischer Hinsicht steckt viel Mühe und Leidenschaft in diesem Album, was sich ohne große Mühe feststellen lässt, denn FELSENREICH vereinen auf dieser Platte mehr Ideen als andere Bands auf drei Scheiben. Zudem bemüht man sich redlich um Eigenständigkeit, was nicht zuletzt das Auftauchen einer Trompete im Line-Up unterstreicht. Die Musik der sechsköpfigen Formation bewegt sich zwischen neuer deutscher Härte, opulentem manchmal allerdings auch etwas überladenem Gothic Metal, Dark Wave und mystischen Elementen. Nicht selten erschaffen Keyboards und Trompeten eine sinfonische Dichte, die sich gleichsam düster und bedrohlich vor dem Hörer aufbaut. Im Vordergrund stehen dabei jedoch immer die massiven Gitarrenwände, die von dezenten elektronischen Anleihen unterstützt werden und "Tiefe" eine gesunde Härte verleihen. Meist im schleppenden Midtempo-Bereich angesiedelt, sind FELSENREICH auch in Punkto Eingängigkeit durchaus zu loben, denn viele Stücke setzen sich trotz komplexer Arrangements und ausladender Texte schon beim ersten Durchlauf im Ohr fest, man höre sich nur einmal "Die Brücke" oder "Ein Hauch" an. Die Abwechslung kommt dabei ebenso wenig zu kurz, wie der jedem Song anhaftende eigene Charakter. Auch ein Vergleich mit anderen Bands ist schwierig, denn alle gelegentlich aufkommenden Erinnerungen an andere Formationen beschreiben das Gehörte nur unzureichend. Allerdings kommt auch diese Scheibe nicht gänzlich ohne Ansätze zur Verbesserung aus, denn allen voran der Gesang kann einem Vergleich zu bekannteren Bands des Gothic-Genres noch nicht standhalten. Zu unnatürlich, unmelodisch und uncharakteristisch wirkt die Vokal-Performance von Renato Wesely und nicht selten überschlägt sich seine Stimme bei der Masse an Text sogar. Beim nächsten Mal wäre es auf jeden Fall angebracht, etwas entspannter zu singen, denn hier hört man sehr deutlich, daß um der Tiefe willen einfach zu viel gepresst wird. Der zweite Kritikpunkt betrifft den arg dumpfen Sound, der manchmal wie ein besseres Demo klingt und in vielerlei Hinsicht etwas edler und transparenter ertönen könnte. Da FELSENREICH das Album jedoch selbst produziert haben, ist davon auszugehen, daß sie beim nächsten Mal auch hier dazu lernen werden. Mit der Band ist also auch weiterhin zu rechnen! |
Tracklist: 1.Tiefe
(Instrumental) |
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Links : www.felsenreich.de |
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