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NERVINE "Shock´n´Roll" |
Erscheinungsdatum:
02.08. 2004
Label: Code Red Records Format: Audio CD |
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Aus
Steffen Angerbauer wird Kurt Angerpower (spr.:
Änggerpauer). Diese Verwandlung
ist definitiv kultig und keinesfalls übertrieben. "Kurt",
Ralle & Heiko machen puren, erdigen, schnörkellosen, dreckigen,
druckvollen, not very prodjusten, krachigen Rock. (Punkt) NERVINE ist zwar in den Mythos Nirvana so ziemlich verknallt, aber wohl alles andere, als eine Kopie davon. Der neue "Kurt" trinkt viel Bier anstatt... naja ihr wißt schon, und er spielt hier und da ein auflockerndes Gitarren Solo, was der andere Kurt (fast) nie gemacht hat. Aber viel entscheidender ist, daß sich die Zeiten geändert haben, seit sich der Sänger von Nirvana ins selbige geblasen hat. NERVINE klingt vielleicht so , wie Nirvana heute klingen würde, wenn Kurt Bier getrunken, nicht geheiratet und kein Magengeschwür gehabt hätte. Aber das sind Spekulationen. NERVINE kommen aus dem Schwabenlande und deshalb kann man sie auch mit End Of Green vergleichen. Und in der Tat sind da ein paar kleine Parallelen vorhanden, nicht zuletzt, weil beide Combos keinen Slang in ihren englischen Texten haben, der uns so peinlich an die Herkunft so mancher Möchtegerninternationalcombo erinnert. Doch selbst das ist eigentlich Blödsinn, wenn auch hilfreich, um bei den richtigen Leuten Interesse zu wecken. Fans beider angesprochenen Combos kommen bei "Shock´n´Roll" voll auf ihre Kosten, genau wie Leute, die Mustasch, Six Feet Under oder Kyuss ("I Tried To") kennen. Obwohl fast live eingespielt hat "Shock`n´Roll" eine enorme Bandbreite, denn die Band ist durchaus auch in der Lage, leise Töne anzuschlagen. Emotionale Explosionen, wie "Why Can´t You Leave Me Alone" sind es, die das Album irgendwie zu einer Runden Sache machen. Und so wechseln sich gelegentlich die DreiklangRiffs mit depromantischen Anwandlungen ab, gipfelt die Rebellion gegen das polierte und aufgeblasene Etwas, was uns tonnenweise als Musik verkauft wird, in akzentuierten Prügelorgien und Aufschreien, ohne aber in Lärm auszuarten. Denn bei allem Bier, allem Biß und "Voll auf die Fresse" vergißt die Band das Liederschreiben nicht. Jenes "Auf-den-Punkt-kommen" ist ihre große Stärke. NERVINE verkörpern darüber hinaus nicht nur ein Image, sondern auch ein gewisses opportunes Lebensgefühl. Und das macht sie in dieser Zeit zu Exoten, zu Anwärtern, morgen die ganz große Nummer zu sein .... und mir ungemein sympathisch.
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Tracklist:
Hate Me |
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Links : www.nervine.de - www.code-red-records.de |
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