NIGHTWISH "Once"

Erscheinungsdatum: Juni 2004
Label: Nuclear Blast
Format: Audio CD

Nach all den Gerüchten um eine Schaffenspause melden sich Nightwish nun auf beeindruckende Weise zurück. Zwar bekam man mit der Maxi "Nemo" bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das, was noch kommen mochte, jedoch fällt einem in Anbetracht des nun vorliegenden Releases glatt die Kinnlade runter.

Das neue Album "Once" beginnt überraschend heavy, ehe jene unverwechselbaren Choräle einsetzen und zu einem 60-minütigen Klangerlebnis der Extraklasse überleiten. Nightwish stehen nach wie vor für die gelungene Verschmelzung schwerer Gitarren mit einem orchestralen Spannungsbogen und Tarja Turunens opernhaftem Gesang. Mit Marc Hietala steht der Rockdiva seit dem letzten Longplayer - man erinnere sich an das geniale Duett in Andrew Lloyd Webbers "Phantom of the opera" - ein stimmgewaltiger Mitstreiter zur Seite, der immer wieder für Abwechslung und eine eigene Note der Stücke sorgt.

Für die mächtige Soundkulisse, die "Once" auszeichnet, verpflichteten die Finnen neben einem 17-köpfigen Chor auch ein umfangreiches Orchester. Die Liste der angewandten Instrumente liest dabei wahrhaft beeindruckend: Neben einer kleinen Armada von Violinen kommen Viola, Cello, Flöte, Piccolo-Flöte, Oboe, Tuba, Trompete, Harfe und ein Duzend weiterer Instrumente zum Einsatz.

Betrachtet man die einzelnen Songs, kann man schnell feststellen, daß die Musiker abwechslungsreicher denn jeh zur Tat schreiten. Ist mit "Nemo", bekannt von der vorangegangenen Maxi, wieder ein typischer Nightwish-Ohrwurm für die breite Masse vertreten, entführt uns "Creek Mary´s blood" wenig später nach Südamerika, ehe man sich in "Dead Gardens" und "Romanticide" seiner (im Grunde nie wirklich da gewesenen) Heavy-Roots besinnt. Hier spielen die Stromgitarren die erste Geige!

Seinen wahren Höhepunkt erreicht das Album allerdings erst relativ spät mit dem 10-minütigen Metal-Opus "Ghost love score". Schon die ersten Sekunden garantieren für Gänsehaut. Was nun folgt ist der perfekte Soundtrack für ein jedes monumentale Phantasy-Spektakel. Also dreht die Anlage auf und lehnt Euch zurück!

Im Anschluss sorgt die finnische Ballade "Kuoma teeke taiteilijan" für Entspannung, ehe "Higher than hope" ein gelungenes Finale einläutet. Cover-Artwork, Inlay-Gestaltung und ein originell translucenter Kunststoffschuber runden das Gesamtbild dieser makellosen Veröffentlichung ab.

Mal sehen, wie die Finnen das neue Songmaterial live in Szene setzen werden.

Dagger

 

Tracklist:

Dark chest of wonders
Wish I had an angel
Nemo
Planet hell
Creek Mary´s blood
The siren
Dead gardens
Romanticide
Ghost love score
Kuolena teeke taiteilijan
Higher than hope

   

Links : www.nightwish.com

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