FREAK KITCHEN "Organic" |
Erscheinungsdatum: 11. 06.2005
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Freak Kitchen sind der lebende Beweis dafür, dass in Schwedens Göteborg auch noch Musiker herumlaufen, die ihr Leben nicht dem Melodic Death Metal allá In Flames, Dark Tranquility und Co gewidmet haben. Auch wenn sie gerade eine vierjährige Schaffenspause hinter sich haben, so erbringen Freak Kitchen diesen Beweis in gewisser Kontinuität nun schon seit stattlichen 12 Jahren. Für alle, die von Freak Kitchen noch nie was gehört haben, möchte ich die Truppe kurz vorstellen. Gegründet wurde die Band im Jahre 1992 von den beiden Musikern Mattias Eklundh (Vocals, Gitarre, Keyboards) und Björn Fryklund (Drums). Doch noch ehe es damals zu einer Veröffentlichung kam, trennten sich die Wege der beiden langjährigen Freunde auch schon wieder. Denn der damals gerade mal 19-jährige Mattias hatte es tatsächlich geschafft, bei keiner geringeren Kapelle als Mercyful Fate die Rolle des neuen Wundergitarristen zu ergattern. Björn hingegen emigrierte zeitgleich in die USA, womit Freak Kitchen vorübergehend auf Eis gelegt war. Doch schon 1994 rauften sich die beiden Musiker wieder zusammen, veröffentlichten im gleichen Jahr ihr Debut "Appetizer" und erspielten sich somit im Heimatland den Titel als "Beste Hard Rock Band des Jahres". Es folgte eine Reihe von Veröffentlichungen. Nun ist es Zeit für das sechste Album der mittlerweile zum Trio gereiften Band: Organic. Der Titel ist Programm und spiegelt sich im chaotischen und schwer entzifferbaren Coverartwork. Nicht weniger Verworrenes erwartet den Hörer, sobald er die Wiedergabe an seinem CD-Player betätigt hat. Freak Kitchen bedienen sich in den musikalischen Welten von Hard Rock, Jazz, Jam und Hard Core. Ich erinnere mich an eine Zeit, da hätte man die daraus resultierende Mischung ohne mit der Wimper zu zucken in die Crossover-Schublade gesteckt. Und da ich keine Lust habe, mir hier selber irgendwas Ausgeflipptes zu überlegen und auch im Internet nichts wirklich passendes finden konnte, belasse ich es auch dabei. Die Musiker nutzen ihre langjährige Routine und präsentieren sich als wahre Akrobaten in der Bedienung ihrer Instrumente. Permanente Taktwechsel, experimentelle Effektspielerei und unerwartete Breaks verhindern über weite Zeitspannen hinweg eine wünschenswerte Eingängigkeit, die zwangsweise wohl auch einen höheren Wiedererkennungswert der einzelnen Stücke mit sich gebracht hätte. Dieses musikalische "Sich verkünsteln" führt zu dem, was sich völlig schräg und chaotisch, also freaky anhört und in Anbetracht des Bandnamens scheinbar auch beabsichtigt ist. Trotz der ausgefuchsten und immer wieder faszinierenden Instrumentierung fehlt den meisten Stücken das gewisse Etwas. Tatsächlich ist "Mussolini Mind" der einzige Song, der mir auch nach dem dritten Durchlauf dauerhaft in Erinnerung geblieben ist. Und das ist beim besten Willen zu wenig. Da helfen auch die schönen gesellschaftskritischen Texte und all die spielerische Perfektion nichts... |
Tracklist: Speak when spoken to |
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Links : www.freakkitchen.com - www.justforkicks.de |
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