INTERSTATE BLUES "El Diablo" |
Erscheinungsdatum: August 2005
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Interstate Blues ist der Name einer Band, die sich entschlossen hat, die tief liegenden Wurzeln des Rock`n´Roll freizulegen, ursprüngliche Gemeinsamkeiten mit Blues aufzudecken und das ganze mit zeitgenössischer Rockmusik zu verschmelzen. Konsequent verfolgen die drei Jungs aus L.A. diesen Weg nun seit 1994 und präsentieren nun ihr bislang härtest rockendes Release. Schon das eröffnende Gitarrensolo gleicht einer kleinen Offenbarung und macht klar, hier sind echte Virtuosen am Werk. Sänger und Gitarrist Jamie Purpora steht nicht um sonst in dem Ruf, einer der begabtesten und routiniertesten Saitenakrobaten seiner Heimatstadt zu sein... und die ist ja nicht gerade klein. Glasklar kristallisieren sich mit jedem Takt des Albums die Inspirationsquellen der Musiker heraus, die bis weit zurück in die 70er Jahre führen - in jene Zeit, da Rock`n´Roll in seiner vollen Blüte erstrahlte. Selbstverständlich klingen Interstate Blues härter als ihre Vorbilder und selbstverständlich warten sie mit druckvollerer Produktionstechnik auf. Davon abgesehen kann man Zeichen unserer Zeit auf dieser Scheibe lange und vergeblich suchen. "El Diablo" ist reine Retrospektive - eine Hommage an die Größen alter Tage, deren ureigener Sound im Laufe der Jahre verloren ging. Geblieben sind zeitlose Klassiker und der Ruhm ihrer Schöpfer wird wohl nie verhallen. An diesen Ruhm versuchen Interstate Blues nun 30 Jahre später anzuknüpfen. Bei all dem Tribut, der hier während der 42 Minuten Spielzeit gezollt wird, kann es auch mal vorkommen, daß einem die ein oder andere Passage in den Songs irgendwie bekannt vorkommt. Bei Titeln wie "Deny" muß ich mir jedoch schon die Frage stellen, ob die Jungs dem Hörer das dargebotene Liedgut ernsthaft als eigene Komposition verkaufen wollen... In ihrer Heimat scheint es niemanden zu stören, wenn sich die Musiker das ein oder andere Gitarrenriff von ihren Vorbildern ausleihen. Daß sie dort mit ihrer Musik großen Anklang finden, zeigt schon die Verwendung einiger Titel in TV-Serien, wie "Pensicola-Wings of gold" oder "Angel". Rein musikalisch ist die Band ja über jeden Zweifel erhaben. Dennoch steht die Frage im Raum, ob es sinnvoll und wünschenswert ist, daß Musik in Zukunft auch den Trends der Modebranche folgt und bereits da gewesenes wieder und wieder aufwärmt. |
Tracklist: Too far gone |
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