PAIMON "Metamorphine" |
Erscheinungsdatum: 15.05.2005
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Erahnt man in "Paimon" eine Art Fusion aus "Pain" und dem griechischen "Daimon", drängt sich einem die Vermutung auf, es könne sich nur um eine weitere Black oder Gothic-Kapelle handeln. Ursprünglich lag man mit dieser Annahme auch gar nicht mal so falsch... In ihren Anfangstagen frönten die fünf Musiker in der Tat der Schwarzen Tonkunst. Anno 1997 blieb einem da schließlich kaum `was anderes übrig, wenn man auf dem schnellsten Wege zu einem Plattenvertrag kommen wollte. Das 2001er Debut-Album "Terra Oblivions" wurde von der Presse bereits `nur´ noch als Pagan-Metal abgestempelt. 2005 scheint mit "Metamorphin" jene Verwandlung, die schon der Titel indiziert, wieder einen Schritt vorangetrieben. Von Black oder Pagan Metal ist wirklich nicht besonders viel übrig geblieben. Stattdessen finden sich zahlreiche Parallelen zu den Frühwerken schwedischer Acts, wie In Flames, Dark Tranquility oder Arch Enemy, die sich allesamt dem sogenannten Melodic Death Metal verschrieben haben. Benannt nach dem Heimatort der wichtigsten Vertreter dieses Musikstils, hat derselbe bereits als Göteborg-Stil Einzug in die Metal-Annalen gefunden. Wer nun in diesem Genre ein wenig bewandert ist, wird wissen, wie anspruchsvoll sich die auf extravertierter und ausgefeilter Gitarrenarbeit basierende Musik gestaltet. Keine leichte Aufgabe also, der sich Paimon gestellt haben! Dennoch haben es die Frankfurter geschafft, den hohen Anforderungen gerecht zu werden, was ihnen das Prädikat einer der `schwedischsten´ deutschen Metalbands einbringen dürfte. Man zeigt sich variabel auf allen Ebenen, gibt sich mal ruhig, mal aggressiv und weiß einen geschickten Spannungsbogen zu erzeugen, der bis zum Schluss die ein oder andere Überraschung parat hält. Auch wenn auf "Metamorphin" noch kein Nr.-1-Hit zu finden ist, schein der Albumtitel doch seine Berechtigung zu besitzen. Die 11 Songs bergen genug Potential, um neben der offenkundig musikalischen Wandlung auch jenes Wohlbefinden beim Hörer zu verursachen, wie man es auch dem aus Opium gewonnenen Alkaloid namens "Morphin" zuschreiben kann.
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Tracklist: Phobia |
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