AKERCOCKE "Words that go unspoken - Deeds that go undone"

 

Erscheinungsdatum: 10.10.2005
Label: Earache Records
Format: Audio CD

 

Als die `97 in London gegründeten Akercocke mit ihrem ach so provokativ formulierten Debut-Album "Rape of the bastard Nazarene" (*gähn*) den englischen Untergrund verlassen hatten, wurden sie von der Insel-Presse in höchsten Tönen gelobt und sogar als hoffnungsvollster Newcomer seit Cradle Of Filth angepriesen. Diese übertriebene Lobhudelei stieß hierzulande damals zwar weitgehend auf Unverständnis, doch das Blatt hat sich inzwischen gewendet. 

Die Band hat sich gemausert und ihr mittlerweile viertes Release klingt um einiges vielversprechender als das Debut. Zwar haben diese vier Herren mit der Truppe um Dani Filth rein musikalisch nicht all zu viel gemein, doch konnten sie sich wie diese im Laufe der Jahre eine Sonderstellung in der Extrem-Branche erarbeiten. Wie Akercocke 2005 klingt auf diesem Globus wohl kaum eine andere Band!

"Words that go unspoken..." erweist sich schon nach dem ersten Durchlauf als eigener Mikrokosmos, in dem sich Chaos und Harmonie die Waage halten. Brachialer Death Metal der alten Schule trifft hier auf urwüchsiges Schwarzmetall - nichts ungewöhnliches, wären da nicht die gelegentlichen Ausflüge in progressive Rockmusik, Hardcore und Heavy Metal. Tiefe Growles, heiseres Geschreie, sanft ins Mikro gehauchte Stimmchen, rasend schnelle oder stampfende Gitarren, Akustikeinlagen, Breaks, abrupte Stimmungswechsel... alles ist auf dieser Scheibe zu finden, und zwar in jedem einzelnen Song!

Verwirrt ist man, nachdem sich der Laser über sämtliche Rinnen getastet hat. Und doch verspürt man das tiefe Verlangen, diesen Kosmos für sich zu erschließen, chaotisch, aber eingängig genug, um nicht völlig den Faden zu verlieren. Die Mühen lohnen sich, denn "Words that go unspoken..." birgt dank all der musikalischen Einflüsse jede menge Überraschungen. Immer neue Feinheiten entdeckt man mit jedem Durchgang - von Langeweile ist hier nicht zu reden. 

Geheimnisvoll wie der Titel erweist sich auch das Coverartwork: künstlerisch wertvoll, zeitgemäß, wie die Musik ein Spiel von Licht und Schatten ohne überflüssige Schnörkel, klare Linien im unbekannten Raum... und übrigens das Erste in der Bandgeschichte, das nicht von nackten Weibern geziert wird - bravo!

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Dagger

 

Tracklist:

Verdelet
Seduced
Shelter from the sand
Eyes of the dawn
Dying in the sun
Words that go unspoken pt.1
Intractable (Words that go unspoken pt. 2)
Seraphs and silence
The penance
Lex talionis

 
         
 

Links : www.akercocke.com - www.earache.com - www.gordeonmusic.de

 
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