CANDIRIA "What doesn´t kill you..." |
Erscheinungsdatum: 23.05.2005 |
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"Was dich nicht umbringt, macht dich nur noch stärker" - dieser Lebensweisheit ist inhaltlich wohl nichts entgegenzusetzen. Warum die New Yorker Hardcore-Truppe Candiria sich dieses Sprüchlein zum Motto und Albumtitel auserwählt hat, ist auf eine Begebenheit zurückzuführen, die hier kurz beschrieben sein soll: Als sich die Band während einer Tournee im September 2002 auf der Fahrt nach Cleveland befand, wurde ihr Van von einem Sattelschlepper gerammt. Ihr Fahrzeug überschlug sich mehrfach, einige Musiker wurden durch die Scheiben ins Freie befördert, alle Bandmitglieder landeten mit kritischen Verletzungen im Krankenhaus. So hätte dieser Unfall um ein Haar die gesamte Truppe ausgelöscht... das ist wirklich hardcore. Doch Candiria haben überlebt und gehen gestärkt aus den Geschehnissen hervor. Das aktuelle Album wird angepriesen, das bisher abwechslungsreichste der Bandgeschichte zu sein. Den Auftakt bildet jedoch ein eher traditionelles Hardcore-Stück mit dem markanten Titel "Dead bury the dead". Es spiegelt jede Menge Routine und demonstriert die Stärken der Amis, die in komplexen Songstrukturen mit hohem Aggressionspotential liegen. Bereits beim zweiten Song wird klar, daß es nicht bei unverfälschtem Hardcore bleiben soll. Elemente aus Rock´n Roll und Jazz finden allmählich Einzug in das progressive Liedgut. "Remove yourself" ist lupenreiner New Metal und zeigt die Band von ihrer melodischen Seite. Doch es kommt noch besser! Drei Stücke später fangen die Typen sogar völlig unverblümt das Rappen an ("9mm solution")! Auf diesem Album herrschen wirklich babylonische Zustände. Hardcore ist ja `ne feine Sache und New Metal laß´ ich auch noch durchgehen, aber bei Hip Hop steig´ ich aus. Diese kleinen Exkursionen in andere Gefilde sollen jedoch nicht vom Gesamtwerk ablenken, das sich durchgehend auf hohem Niveau bewegt. Experimentierfreudigkeit ist ja durchaus eine willkommene Eigenschaft - man darf dem Hörer aber auch nicht zu viel zumuten. Wer dieses Album ins Herz schließen soll, muß schon über ein gewisses Maß an Toleranz verfügen. |
Tracklist: Dead bury the dead |
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