CODE RED "The colourful red"

 
Erscheinungsdatum: Januar 2005
Eigenproduktion
Format: Audio CD
 
 

2001 konnten sich die Pegnitzer Code Red mit ihrem selbst produzierten Debutalbum "Nightmare" bereits eine stattliche Fangemeinde im oberfränkischen Raum erspielen. Anno 2005 nehmen die fünf Nachwuchstalente die Dinge immer noch selbst in die Hand. Das Line-Up blieb konstant und doch hat sich in den vergangenen drei Jahren so manches geändert.

Schon die Aufmachung ihres Zweitwerkes "The colourful red" verrät, dass die Oberfranken eine neue Qualitätsebene erreicht haben. Coverartwork und Bookletgestaltung knüpfen mühelos an professionelle Standarts an. Während das Konzept zum 10-seitigen Booklet von den Musikern selbst erstellt wurde, stammen die komikhaften Illustrationen, die auf die jeweiligen Songtitel abgestimmt sind, von einer talentierten Zeichnerin namens Carina Burkel. Doch nicht nur die Verpackung dieser Eigenproduktion weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Die 11 Songs inkl. Akustikstück präsentieren sich in einwandfreiem Soundgewand und verraten eine aufwändige Produktion.

Da sich wohl die wenigsten unter Euch noch an das Review aus 2001 erinnern werden, sei an dieser Stelle die Diskussion über den Musikstil dieser Truppe noch einmal aufgegriffen. Soviel vorab: in eine vorgefertigte Schublade passen Code Red mit Sicherheit nicht. Stilelemente aus Crossover, Hard-Core und Thrash Metal der Marke Pantera oder S.O.D erscheinen in symbiotischer Allianz. Tadellose Gitarrensoli (Tell me, Demons inside) schlagen Brücken zu traditionellem Heavy Metal. Aussetzer gibt es während der 46 Minuten Spielzeit nicht. Einige Stücke, wie "Demons inside" oder der Opener "One second silence" mit Ohrwurmcharakter sind ohne weiteres clubtauglich. Über der gelungenen Instrumentierung schwebt Markus Giestls kraftvolles und zugleich variables Organ, das der Band ein hohes Maß an Individualität verleiht.

"The colourful red" selbst zu produzieren war mit Sicherheit nicht ganz billig, aber die Mühen haben sich gelohnt! Zielstrebigkeit, Engagement und Talent spiegeln sich in diesem Release, das im undurchdringlichen Dschungel der Eigenproduktionen jetzt schon neue Maßstäbe gesetzt hat. 

Dagger

 

 

Tracklist:

One second silence
Overload
Tomorrow
Into the pit
Tell me
Dark sun
The edge
Demons inside
Shades of red
So what...?
Memories

 
         
 

Links : www.code-red.info 

 
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