CRIMINAL "Sicario"

 

Erscheinungsdatum: 05.09.2005
Label: Metal Blade Records
Format: Audio CD
Death/Thrash @ its best

 

1990 erhoben sich die Death-Thrasher CRIMINAL aus dem chilenischen Underground und haben sich bis heute zu einer der wichtigsten Genre-Kapellen des südamerikanischen Kontinents entwickelt. Nachdem Frontmann Anton Reisenegger schon vor einiger Zeit die Heimat ver- und sich in England niedergelassen hat, sind ihm nun auch Teile der übrigen Band nachgefolgt, um zusammen mit Top-Produzent Andy Classen das neue Album einzuspielen. Irgendwo zwischen Eingängigkeit und Komplexität wird dieses modern klingende Release vor allem Freunde von Kreator, Slayer, The Haunted oder Arch Enemy begeistern.  

Eben schließt sich das Laufwerk meiner Stereoanlage, die CD beginnt zu routieren - ich erinnere mich an den Auftritt der Südamerikaner auf dem W:O:A anno 2002 und stelle mir vor, das neue Album live während eines Konzerts erleben zu dürfen.
Das Publikum ist bereits unruhig, die Lichter sind soeben erloschen und dichte Nebelschwaden verschleiern die Bühne. Zeit für ein Intro wird nicht verschwendet, jede Minute Spielzeit zählt! Kaum erkennt man die Silhouetten der Musiker auf der Bühne, krachen auch schon die ersten Leadguitars aus den Boxen. "Rise and fall" ist Thrash Metal vor dem Herrn.

Weiter geht´s mit zwei Granaten, nach vorne peitschend, ein ordentlicher Pogo ist längst entfesselt. Und zu welchem Song lässt es sich besser im Kreis rennen, schupsen und rempeln, als zu einem mit dem Titel "Walking dead"? Da muss man ja förmlich ausflippen! Zeit zum Verschnaufen: "The root of all evil" ist der Ohrwurm des Albums, ungewohnt melodisch und erinnert stark ans letzte Arch Enemy-Release. Der Pit ruht, kollektives Headbangen steckt allmählich auch die letzten Reihen im Saal an. 

"Shot in your face" macht seinem Titel alle Ehre, ist der bislang schnellste Song auf dem Album und bringt den Hexenkessel erneut zum Brodeln. So schnell kann schließlich kein Mensch headbangen. Ganz anders präsentieren sich der groovige Titeltrack und das folgende "The land god forgot" mit ausgeflippten Gitarrensoli und stampfenden Rhythmen. Das technische Niveau der Musiker ist beeindruckend.

Nach dem `atmosphärischen´ "Preacher of hate" wartet "Touch of filth" mit wunderbar Slayer-mäßigem Gitarrenintro auf - Zeit, erneut seine Runden zu drehen. Ich lasse mich fallen, erlebe was noch folgt wie in Trance, Sepultura lassen grüßen. Plötzlich ist alles ruhig. Ich komme zu mir, ich schwitze, brauche jetzt ein Bier... Was ist nur mit meiner Bude passiert in den letzten 45 Minuten? Vielleicht sollte ich heute doch nichts mehr trinken...

Dagger

 

Tracklist:

Rise and fall
Time bomb
Walking dead
The root of all evil
Shot in your face
Sicario
The land god fogot
Preacher of hate
Touch of filth
From the ashes
Por la fuerza de la Razón 
Self destruction

 
         
 

Links : www.criminal1.com - www.metalblade.de 

 
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