ExInferis "Defunctus in heresi"

 

Erscheinungsdatum: 2005
Eigenproduktion
Format: Audio CD

 

Das kleine Ländchen Luxemburg dürfte wohl für die meisten Metalheads ein bislang unbeschriebenes Blatt sein. Doch diese Zeiten sollen sich ab sofort ändern! Denn die Death Metaller ExInferis haben sich 2005 ex inferis (frei übersetzt: aus dem Underground) erhoben und wollen diesem Mißstand mit einer eigenproduzierten CD, die optisch wie musikalisch kaum Wünsche offen läßt, ein Ende setzen. 

Im Jahre 1999 hat sich diese noch recht junge, aber ambitionierte Gruppe zusammengefunden und präsentiert uns nach einer MCD und zwei Split-CDs mit anderen Bands nun ihr Full-Length-Debutalbum mit dem Titel "Defunctus in heresi". 
Auf den ersten Blick mag man jedoch kaum glauben, daß es sich bei diesem Scheibchen um eine Eigenproduktion handeln soll. Schon die edle Aufmachung als Digipack, das Coverartwork und das professionelle Booklet zeigen, daß"Defunctus in heresi" gewiß kein Schnellschuß war, sondern ein lange vorbereiteter Anschlag auf die europäische Metalwelt. Genau so muß man es anpacken, wenn man auch ohne Label auf sich aufmerksam machen will!

Die Produktion folgt dem hohen Maßstab, den man bereits mit der Verpackung gesetzt hat. Lediglich die Drums klingen noch sehr blechern, was dem Gesamteindruck jedoch kaum schadet. Für eine Laufzeit von 53 Minuten bieten ExInferis technisch ausgereiften Death Metal, der massig Überraschungen bereit hält, um jeden Anflug von Langeweile im Keim zu ersticken. So gibt es neben dem dominierenden Zwiegespräch aus heiserem Keifen und den obligatorischen Grunts auch einige klare Gesangspassagen und sogar ein Weiblein darf die Lyrics zu "... of innocence and vultures" ins Mikro sprechen. Während über weite Spannen außerordentlich brutaler und schneller Death Metal mit unverkennbarem Hang zu Grindcore den Takt angibt, fehlt es dennoch nicht an der nötigen Melodie. Spärlicher Keyboardeinsatz und Sythesizereffecte, das tiefe Atmen einer gehetzten Beute und Akustikeinlagen lockern das Songmaterial zusätzlich auf.

Aushängeschild des Albums ist der Song "Stabbed by the cross" - einer der melodischeren Sorte - den es auf der Bandseite auch zum Download gibt. Die ein oder andere Parallele zu den niederländischen Nachbarikonen von God Dethroned lässt sich jedoch kaum leugnen. Falls es der Band gelingen sollte, auf ihre zukünftigen Veröffentlichungen noch mehr Songs dieses Kaliebers zu zaubern, bringen sie genügend Gewicht in die Waagschale, um einen internationalen Vergleich nicht mehr zu scheuen. Und die Frage nach einem geeigneten Label, das für die nötige Promotion sorgt, dürfte sich angesichts dieses "Demos" sicherlich bald von selbst erledigt haben.

Bis dahin ist die Scheibe ausschließlich über die Band selbst zu beziehen. Kontaktadressen findet ihr auf der unten verlinkten Homepage.

Dagger

 

Tracklist:

Dawn of the faith surgeons
Blood soaked apostasy
Adonai
Selfmadegod
From twilight came torment
Stabbed by the cross
Embers of eight
Delusions of a derelict mind
Chants from the beyond
Seek no salvation
... of innocence and vultures
Defunctus in heresi

 
         
 

Links : www. exinferis.com - www.gordeonmusic.de

 
 
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