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Drei
Probanden sitzen in einer gepolsterten Zelle und werden mit diversen
Musiken und solchen, die es sein wollen, allein gelassen... das ist
die Gruppentherapie auf subKULTur.com, die zwar den Patienten wenig
hilft, aber durchaus den Gruppen und Interpreten ein paar Denkanstöße
vermitteln kann. Allerdings gibt es auch hoffungslose Fälle auf
beiden Seiten des Lautsprechers:
Das erste Lied erklingt und zum ersten Mal betroffenes Schweigen...
Me: "Die haben uns doch schon Liebesgrüße aus der Schweiz
geschickt, als wir noch ganz klein waren. Erinnerst Du dich?"
Myself: "Oh nein, wieder des Irren Licht!!! Sie geben nicht auf!!"
I: "Warte mal mit Austicken, vielleicht machen sie ja jetzt Instrumentalmusik...
nein, ich hatte einen Augenblick eine kleine Hoffnung, jetzt bekomme
ich Verstopfung."
Me: "Hui, übelste Schlagermusik aus den Bergdörfern am
Rande der Alpen, kaschiert mit ein paar Beats aus den frühen 90ern..."
I: "... aber die Frau singt wenigstens..." Myself: "Ja?
Was soll sie dennn sonst tun??"
Me: "Halbnackt rumstehen und gut aussehen, so wie die meisten.
Aber hier frage ich mich, wieso sie das mit sich machen läßt..."
Myself: "Gesteigerte Form von Nächstenliebe, heißt Mitleid,
glaube ich..."
Me: "Behindertenförderung? Ahh, ... weil sie früher unerhört
blieben, mußten sie im Sägewerk arbeiten."
Myself: "Wie kommst du denn da drauf, der Sänger spielt gleichzeitig
mit den Zähnen Keyboard... und deshalb versteht man ihn nicht!"
Me: "Nein, ich meinte eher ... das ist Musik , die machst Du und
ich zusammen mit drei Fingern an der Hand und ... die sind zu viert..."
I: Gelernt haben sie nix... nein, in den Dunkelheiten der Düsternis
versucht der Protagonist verzweifelte, minderbemittelte Frauen angraben,
die in der Gegend herumfliegen wollen, die darum betteln erweckt zu
werden, obwohl sie gar nicht schlafen.
Myself: "Woher weißt Du, daß sie nicht schläft?"
Me: "Weil sie die ganze Zeit so einen Stumpfsinn dahersingt."
I: "Ich finds interessant, daß man trotz gestelzter Aussprache
beim Gedichtevorlesen auf ALDI MusikPresets an den entscheidenden Stellen
nix versteht. Aber vielleicht benutzt der Sänger ja tatsächlich
das Klavier wie ein Holzblasinstrument..."
Me: "Vielleicht ist das ganz gut so, daß er nuschelt- sieh
mal, Myself hat schon Schaum vor dem Mund"
I: (während er Myself den Kopf stützt und den Schaum mit dem
Ärmel seiner Zwangsjacke abwischt) "Trotzdem- sehr mutig,
was die Jungs da abliefern."
Myself: (rollt seine Pupillen wieder hervor) "Was will die Frau
eigentlich die ganze Zeit im Dunkeln herumgetragen werden, nur weil
sie kein Ziel im Leben hat"
I: "Im dritten Lied legen die Herren einem glatt die Worte in den
Mund: "Verschont mich mit diesem verfluchten Kinderkram..."
Me: "Oh, Jetzt hat er doch tatsächlich das f.... Wort zu der
Frau gesagt... er hat nicht etwa gesagt, "laß mich dein friedliebendes,
inder Dunkelheit deiner Zwischenbeinigkeiten dahintröpfelndes Kanonenrohr
sein", sondern einfach: "Ich will Dich fi..."
Myself: "So ein Stumpfsinn, grad hat er noch als Schmetterling
über seinen Flügelschlag fabuliert, und im nächsten Satz
will der die Frau besteigen?"
I: "Also, was sagt uns das? Jungs, ihr seid zwar immer noch komisch,
aber ... ficken müßt ihr euch schon selber."
EURE
GRUPPENTHERAPIE
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