KNORKATOR "Zu alt" |
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Erscheinungstermin: 11. 11. 2005 |
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Lange angekündigt hat es Deutschlands meiste Band der Welt KNORKATOR nun geschafft. Endlich hat der Wahnsinn auch ein Gesicht. Was seit 10 Jahren alle Seiten des musikalischen Entertainments, in Deutschland und überall sonst auf dieser ErdenScheibe, torpedierte, ist nun sichtbar! Der Staub hat sich gelegt, der verfaulte Spinat, der aus den Kanonenrohren tropfte ist eingetrocknet, die Langeweile ist tot, der Pathos im Kakao ersoffen, alle Feinde sind geschreddert, alle Keyboards zerstört und die drei einzigen Überlebenden des Feldzuges gegen Dummheit, Peinlichkeit und den Ernst des Lebens auf den Bühnen dieser Welt ziehen Bilanz. Natürlich ist das ersteinmal zum Wiehern und extrem "unterhaltsam", wenn man zum Beispiel Bilder von Buzz Dee aus seiner Zeit als Gitarrist von Keks, anfang der 80er Jahre, sehen darf oder wenn man sich Interview- Sequenzen reinzieht, in denen Knorkator immer wieder in handfesten Streitereien aufgelöst werden, sie zu dritt in bunten FrotteeAnzügen aus dem Bett heraus Interviews geben oder einfach mal eben den Grand Prix de euro dings Vorausscheidung (was für ein tolles Wort) sprengen, was sie ja schlußendlich auch bei den Minderbemittelten, Glotzegeschädigten, Mitläufern, Minderjährigen und Chartshörigen bekannt gemacht hat... Jess, man sollte, vor allem als Unbedarfter in Sachen Knorkator, ruhig mit dem Schluß anfangen und sich erst die Historie geben. Danach ist man im Bilde, wie es so schön heißt und kann sich mit sieben MusikVideos auseinandersetzen, die die Entwicklung der Band aus den Klauen des Salatanismus (Böse), durch die traumatisierte Kindheit (Weg nach unten) bis zur perfekten Popgruppe (wieder so ein schönes Wort) aufzeigt hin zu jenem schillernden Narzismus (Klonen) der unser aller Weltbild prägt... Mit dem siebten, unbenamten Klipp schwingen sich die Herren dann sogar in interlecktuelle Höhen auf. Die Gleichung, die Alf Ator zu den Gesängen Meister Stumpens veranschaulicht, kann man nämlich getrost nachrechnen. Zwar wissen wir, daß Stumpen mit den 1,70 Metern ganz schön übertrieben hat, aber egal... Zudem stehen unter Fotos eine Menge sprachbildende Zeichnungen des Meistergeists Alf Ator zur Verfügung, die wir zum Teil schon aus den Knorkator Büchern kennen und die ebenfalls dafür Sorge tragen, daß man schlauer ist, als vorher. Mit diesem Wissen präpariert, kann man die Flashcomics von www.Couchkartoffelsalat.de sicherlich übergehen oder überleben und sich an das Konzert wagen. Auch wenn KNORKATOR sich und alles andere gnadenlos auf die Schippe nimmt, ist diese Band doch eine unerreicht geile Livecombo. Ob mit oder ohne Gemüseschredder- KNORKATOR rockt. Auch hier ist diese Band besser als manches Original. Der Mitschnitt läßt in Ton und Bild keine Wünsche offen. Perfekter Sound, perfekte Bilder, auch wenn die Band bei jedem Schnitt andere Strampelanzüge an hat... Der Ausblick auf die Zukunft ist dann die eigentliche Sensation, denn mit dieser DVD präsentieren KNORKATOR ihre bald kommende Single (ein bald kommender Single...), inklusive Video, was ja auf der DVD Klipp heißt: "Wir werden" ist ein Ohrwurm und stellt musikalisch und optisch alles Erwartete in den Schatten. Platz eins vorprogrammiert... sinnfreie Strophe darüber, wie und warum man einen Hit schrieb und eine prophetische Botschaft im Chorus. Vergeßt Schlingensiefs Church of Fear. Das hier ist die neue Religion, kauft diese DVD, verschenkt sie zu Weihnachten, zu Ostern und immer dar! Bekehrt eure Eltern, Mathelehrer und 0190- Gesprächspartnerinnen. Tut Gutes, anstatt den Wohnzimmerteppich zu bekleckern, oder guckt euch dabei wenigstens die DVD an! "ZU ALT" ist ab 16, das Review ab 18, wenn ich jetzt nicht aufhöre. |
INHALT DVD: auf der bühne (konzert oder nüscht) 01. aeger sum zuhause (historie oder nüscht) spezialitäten (video, fotos, nochwas oder nüscht)
OUTHALT CD: |
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