PERDITION "Legions of perdition"

 
Erscheinungsdatum: Januar 2005
Eigenproduktion
Format: Audio CD
 
       
 

Der Black Metal ist einfach nicht tot zu kriegen. Zwar sind die fetten Zeiten vorbei, in denen  Bands, die sich diesem Genre verschrieben haben, schon bei irgend einem Label untergekommen sind,  doch das ändert scheinbar nichts an der Tatsache, dass dennoch immer weitere Formationen auf den Markt drängen. 

Perdition aus Sachsen sind einer dieser Newcomer. Während die Tendenzen im Allgemeinen immer stärker zu aufwändigen und monströsen Produktionen neigen, haben diese vier Jungs die Banner des Underground auf ihre Kutten gepinselt. Ausgesprochen morbide kommen sie daher, die 7 Songs (plus Intro und Outro), die in ihrer Gesamtheit sicherlich ein gewisses Verderben (perdition) mit sich bringen - zumindest für die Lauscher all derjenigen, die sich schon zu sehr an den Sound von Dimmu Borgir und Co gewöhnt haben.

"Legions of perdition" erinnert mich stark an jene Zeiten, in denen junge Bands ihre Demo-Tapes miteinander tauschten und ist somit schon fast eine nostalgische Angelegenheit. Die Tapes gingen und die Compact Disc kam. Was aber blieb ist der klassische, verwaschen klingende Rehearsal-Sound, eingefangen von einem Raummikrophon. Dabei sind die Kompositionen gar nicht einmal zu verachten. Der vorliegende Drahtseilakt zwischen Death und Black Metal erinnert an eine Mischung aus Aeternus und Dark Funeral, weist aber auch gewisse Parallelen zu Atanatos auf, um mal eine deutsche Band heranzuziehen, die ihrerseits vor einigen Jahren aus dem Underground erwuchs.

Wer eine Vorliebe für jene einzigartige Atmosphäre hat, die durch eine rohe Produktion hervorgerufen wird,  kann bei Perdition getrost zugreifen. Für weitere Informationen würde ich zwar gerne auf eine Homepage verweisen, aber eine echte Underground-Band hat so `was natürlich nicht. Schließlich will man diesen Status ja auch beibehalten :-)

Wer an einem Erwerb der Scheibe für lumpige 6 € interessiert ist, kann sich an Sänger und Gitarristen René Wienzek, alias Sköll, unter 0170/8631263 wenden.  

Dagger

 

 

Tracklist:

Intro
Legions of perdition
Seelenmord
Schlüssel zur Vollkommenheit
Beyond the gates of sanity
Worship me
Todesritt
Bloodthirst
Execution of a morbid soul (outro)

 
       
 

Links : gibt es leider nicht

 
 
(c) subKULTur 2005 - nach hause - inhalt - archiv - cd kritiken - PERDITION