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Interview Mai/Juni 1999 |
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| Ohne GIRLS UNDER GLASS würde es die Germanische Independent- Szene nicht geben. Das ist sicherlich eine kühne Behauptung. Relativieren wir das Ganze: GIRLS UNDER GLASS hat besagte "Szene" entscheidend mitgeprägt. Kaum eine andere Band hat ihre Vorreiterrolle über die Jahre und Veröffentlichungen hinweg immer wieder so unter Beweis gestellt. Eines hat die Band um Volker Zacharias aber mit manch´ anderer Kombo gemeinsam: Sie hat ihre eigene Auflösung überlebt. Nach der letzten Platte „Firewalker" dachte man bereits laut und konkret übers Aufhören nach und meldet sich nun mit einem sehr vielschichtigen Album wieder zurück, daß gleichermaßen neue Akzente setzt und trotzdem die zahlreichen Fans der ersten Stunde wieder versöhnt: „Equilibrium". | ||
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Ich habe den Eindruck, daß
die aktuelle CD des Nebenprojektes Trauma stellenweise auf euch abgefärbt
hat. Habt ihr damals
mit „Firewalker" (vergeblich) versucht, auf den Industrialrock- Güterzug
aufzuspringen? Ignoranz wird immer mehr eine
Tugend. Wolltet ihr deshalb das Handtuch werfen? .... die aber mit „Equilibrium"
wirklich entschädigt werden: Das neue Album ist auffallend abwechslungsreich
geworden, ohne aber einen gewissen roten Faden zu verlieren. Volker Zacharias: „Total anders, denn es gab überhaupt keine Szene. Und es gab so auch kaum etwas Vergleichbares. Ein paar wenige Bands in Deutschland und England waren aktiv. Jede Band stand aber auch für einen eigenen Sound. Christian Death z.B. konnte sich als Band noch ganz klar separieren. Nicht zuletzt durch Magazine wie „Zillo" hat sich die Szene immer wieder revolutioniert und immer wieder aufgespalten- in Electro z. B. durch Front 242. Plötzlich unterschied man zwischen Goths, Gruftis, New Wavern... selbst innerhalb der EBM Szene gab`s dann Hardcorer und Romatiker. Heute ist es deshalb fast unmöglich, sich dieser Masse von Schubladen zu entziehen." Mit „Equilibrium" habt ihr
es einmal mehr erfolgreich versucht. Das Album vereint „modernes" Songwriting
und traditionelle Gothicelemente, liebäugelt ein bißchen mit den elektronischen
Sphären.... und erinnert doch auch an die guten alten Zeiten. Einige Bands
aus den Anfangstagen haben in letzter Zeit den komerziellen Durchbruch
geschafft. Warum können manche Bands an der neuen Salonfähigkeit
der Gothic Kultur zu profitieren und andere Bands nicht, obwohl sie für
die Szene nicht weniger wichtig waren/ sind? GIRLS UNDER GLASS ist dagegen
ein Synonym für Wandel und Entwicklung. Es ist der Band bis heute
nicht "gelungen" sich selbst zu kopieren. Darüber hinaus
ist auch GIRLS UNDER GLASS, ähnlich wie DEINE LAKAIEN, ein "Baum
der viele Früchte trägt."(A.Veljanov). Apropos. Bei Neustart
dürfte sich dann auch Axel Ermes wieder mit Markus Reinhardt von
Wolfsheim getroffen haben.Volker Zacharias selbst zupft ja auch die Klampfe
bei Cassandra Komplex
und produzierte... aber das führt dann wohl endgültig zu weit...
Vielleicht sollte ich, um die Kurve wieder zu kriegen, noch anmerken,
das Axel Ermes eine Band namens
CATASTROPHE BALLET produzierte. Deren Sänger Eric Burton singt
auf "Equilibrium" das Stück "Aussault The Future".
Ein sehr eindringlicher Song. Worum gehts dabei? Gibt es für dich einen Song,
der dir besonders wichtig ist? |
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