…unter Jecken  
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02/05
     

Es bleibt einem einfach nicht erspart. Schier Übermenschliches habe ich schon unternommen, um diesem Grauen zu entgehen, doch ward mir keine Gnade gewährt. Es ist Fasching! Die fünfte Jahreszeit! Und die Balzzeit für Sexualspastiker "Denn alle Lust will Ewigkeit" Jedoch offenbart sich mir dieses hedonistische Zitat von seinen fiesen Seiten, denn irgendwie vergeht einem Ersteres, weil zweiteres zur Bedrohung wird. Die ewige Lustigkeit dauert nämlich jedes Jahr schier unendliche drei Monate und die lustigen Pappnasen werden mir bis in alle Ewigkeit den letzten Nerv rauben. Und so kann Ewigkeit verdammt lange sein, wenn man zwischen bierbauchwingendem Männerballett und volltrunkenen Faschingslüstlingen eingeklemmt ist.

Dieser verklemmte Art von Frustabbau durch hemmungsloses Feiern, Freiern und Reihern hat dabei wichtige gesellschaftliche Funktionen, über die jene ganze Maskerade wohl als Mantel des Schweigens gedacht ist. Doch, wenn sich alternde Junggesellen - ihrerseits noch wohnhaft bei Muttern - in der ersten Reihe des Funkenmariechen-Auftrittes sabbernd versammeln, dann nennt man das immer noch Pädophilie! Diese Erläuterung nur für den Fall, daß sich jemand gewundert haben sollte, warum 10jährige Mädchen in durchsichtigen Strumpfhosen und Miniröcken mit gespreizten Beinen eine so große Fangemeinde haben…

Und diese versucht nun verstärkt durch Lallen in der Öffentlichkeit zu beeindrucken. Mit einer Form des Plapperns, die es mir plausibel macht, warum andere Kulturkreise ihren Gefangenen die Zungen herausgeschnitten haben: Büttenreden. Fraglich, warum Amnesty International in diesem Fall noch nicht eingeschritten ist, schließlich handelt es sich um grausame Folter eines größeren Personenkreises mittels schmerzhaften Angriffes auf die letzten standhaften, durch Alkohol und Hormonverwirrung gebeutelten Gehirnzellen!:

"Ja, ich war jo noch e Hausgeburt, mei Mutter hat erscht ins Krankehaus gemisst, als se mich g'sähne hat…. Ich war als Kind jo so häßlich, daß de Storch, der mich gebracht hat, gewart' hat, bis es dunkel war…Mei Mutter hat mir immer en Ring Fleischwurst um de Hals g'hängt, damit wenigstens die Hunde mit mir spielen…"

Auf deutsch (gekürzt und frei übersetzt):" Ich war als Kind schon häßlich und dumm - und habe mir zum Ziel gesetzt, diesen Zustand tapfer beizubehalten, wie man an meinem Dummgeschwätz und der lächerlichen Verkleidung unschwer erkennen kann…".

Ei fein, do kann isch noch ene druffsetze!

Nun isses wieder mal soweit
Die Faschingszeit das Volk ereilt.
Alle ham sich drauf gefreut -
Ganztags wurden sie betreut
Von feschen Jungs in weißen Schuhen.

Sie mußten schweigen, schlafen, ruhen
Warn aufbewahrt in Gummizellen
Die ach so lustigen Gesellen.

Jetzt dürfen sie die Stadt verlassen
Verstandesreste zu verprassen –
Tollitäten, Prolitäten,
Alle hören auf die Blöden
Auf ihr Gegacker und Gewimmer
Und ich frag euch, was ist schlimmer

Als Humoristisches Versagen
schlecht verpackt in Reim als Zwang
labern ohne Kopf und Kragen,
Und - ausgeprägter Paarungsdrang

Da steh ich nun, ich armer Tor
Und komme mir so anders vor
Da wurden heimlich auf der Welt
Die irren Aliens abgestellt
Noch während ich so hinsinniere
Und fast im Wahne mich verliere

Kommt just ein Jecke Ecke
mit breitem Grins und wirrem Blicke
fragt er mich sabbernd: "Kommscht mit f..eiern"
Greift mit Gekreische mir ins Fleische

Das hätt´ er lieber lasse solle
Zu Brei ich schlag die rote Knolle
Da wird’s mir warm, mir kommt ein lache
Beim Nächsten laß ich’s wieder krache

Mädels laßt euch nicht betatsche-
Rottet euch zamm zum Narrenklatsche

Tusch
Helau Alaaf
FIN

Jasmin Baer


 




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