Es bleibt
einem einfach nicht erspart. Schier Übermenschliches habe ich
schon unternommen, um diesem Grauen zu entgehen, doch ward mir keine
Gnade gewährt. Es ist Fasching! Die fünfte Jahreszeit! Und
die Balzzeit für Sexualspastiker "Denn alle Lust will Ewigkeit"
Jedoch offenbart sich mir dieses hedonistische Zitat von seinen fiesen
Seiten, denn irgendwie vergeht einem Ersteres, weil zweiteres zur
Bedrohung wird. Die ewige Lustigkeit dauert nämlich jedes Jahr
schier unendliche drei Monate und die lustigen Pappnasen werden mir
bis in alle Ewigkeit den letzten Nerv rauben. Und so kann Ewigkeit
verdammt lange sein, wenn man zwischen bierbauchwingendem Männerballett
und volltrunkenen Faschingslüstlingen eingeklemmt ist.
Dieser verklemmte Art von Frustabbau durch hemmungsloses Feiern, Freiern
und Reihern hat dabei wichtige gesellschaftliche Funktionen, über
die jene ganze Maskerade wohl als Mantel des Schweigens gedacht ist.
Doch, wenn sich alternde Junggesellen - ihrerseits noch wohnhaft bei
Muttern - in der ersten Reihe des Funkenmariechen-Auftrittes sabbernd
versammeln, dann nennt man das immer noch Pädophilie! Diese Erläuterung
nur für den Fall, daß sich jemand gewundert haben sollte,
warum 10jährige Mädchen in durchsichtigen Strumpfhosen und
Miniröcken mit gespreizten Beinen eine so große Fangemeinde
haben
Und diese versucht nun verstärkt durch Lallen in der Öffentlichkeit
zu beeindrucken. Mit einer Form des Plapperns, die es mir plausibel
macht, warum andere Kulturkreise ihren Gefangenen die Zungen herausgeschnitten
haben: Büttenreden. Fraglich, warum Amnesty International in
diesem Fall noch nicht eingeschritten ist, schließlich handelt
es sich um grausame Folter eines größeren Personenkreises
mittels schmerzhaften Angriffes auf die letzten standhaften, durch
Alkohol und Hormonverwirrung gebeutelten Gehirnzellen!:
"Ja, ich war jo noch e Hausgeburt, mei Mutter hat erscht ins
Krankehaus gemisst, als se mich g'sähne hat
. Ich war als
Kind jo so häßlich, daß de Storch, der mich gebracht
hat, gewart' hat, bis es dunkel war
Mei Mutter hat mir immer
en Ring Fleischwurst um de Hals g'hängt, damit wenigstens die
Hunde mit mir spielen
"
Auf deutsch (gekürzt und frei übersetzt):" Ich war
als Kind schon häßlich und dumm - und habe mir zum Ziel
gesetzt, diesen Zustand tapfer beizubehalten, wie man an meinem Dummgeschwätz
und der lächerlichen Verkleidung unschwer erkennen kann
".
Ei fein, do kann isch noch ene druffsetze!
Nun isses
wieder mal soweit
Die Faschingszeit das Volk ereilt.
Alle ham sich drauf gefreut -
Ganztags wurden sie betreut
Von feschen Jungs in weißen Schuhen.
Sie mußten
schweigen, schlafen, ruhen
Warn aufbewahrt in Gummizellen
Die ach so lustigen Gesellen.
Jetzt
dürfen sie die Stadt verlassen
Verstandesreste zu verprassen
Tollitäten, Prolitäten,
Alle hören auf die Blöden
Auf ihr Gegacker und Gewimmer
Und ich frag euch, was ist schlimmer
Als Humoristisches
Versagen
schlecht verpackt in Reim als Zwang
labern ohne Kopf und Kragen,
Und - ausgeprägter Paarungsdrang
Da steh
ich nun, ich armer Tor
Und komme mir so anders vor
Da wurden heimlich auf der Welt
Die irren Aliens abgestellt
Noch während ich so hinsinniere
Und fast im Wahne mich verliere
Kommt
just ein Jecke Ecke
mit breitem Grins und wirrem Blicke
fragt er mich sabbernd: "Kommscht mit f..eiern"
Greift mit Gekreische mir ins Fleische
Das hätt´
er lieber lasse solle
Zu Brei ich schlag die rote Knolle
Da wirds mir warm, mir kommt ein lache
Beim Nächsten laß ichs wieder krache
Mädels
laßt euch nicht betatsche-
Rottet euch zamm zum Narrenklatsche
Tusch
Helau Alaaf
FIN
Jasmin
Baer