ALLE subKULTur- SCHEINWERFER (CHRONOLOGISCH bis 03/02)
ALLE
subKULTur- SCHEINWERFER (CHRONOLOGISCH ab 04/ 02)
subKULTur.com
(26.03.02)
von ToM Manegold
Zwischenfall
Nach dem
allwöchentlichen Zukreuzekriechen strömen die Massen aus den Anstalten
in das dem Nichtstun geweihte Wochenende. In den Häusern warten Kaffee,
Kuchen, kreischende Kinder und eheliche Pflichten auf die mit roten und grünen
Lichtern dressierten, zum Teil beräderten und hupenden Zweibeiner.
Nur eine Horde kopfloser Schnürstiefel fällt plötzlich aus
ihrer Nebenrolle und tritt zu. Jener spärlich bekleidete Neuzeithippie
mit Siebentagebart schwimmt in seinem Blut in die Gosse.
Er hat Glück. Peter Rustinger, LKW- Fahrer mit einer Lieferung Balken
auf der Ladefläche, beschließt spontan, zu bremsen und sein neues
Funktelefon auszuprobieren.
Der Bereitschaftsarzt kommt schnell, weil es ihm gelingt, die vor sich hinstauenden
Fastkurzurlauber mit blauen blinkenden Lampen zu beeindrucken. Er wühlt
sich durch die schnappschießende Traube aus Menschenfleisch, fragt die
immer noch heiß diskutierenden Schnürstiefel, ob er den Stein des
Anstoßes behandeln darf und bekommt keine Antwort.
Doktor Schiwago geht das Wagnis ein und befreit den Schwerverletzten erst
einmal von der Stacheldrahtschlinge, mit der dieser vermeindliche Anführer
das eventuelle Opfer festhielt, als die drei anderen ihre Eisenbeschläge
platzierten. Inzwischen sind auch zwei Bearmte der Polizei angekommen. Sie
suchen unter den Schaulustigen erfolgreich nach den Personen, die von ihren
bereits bei kaltem Kaffee wartenden Angehörigen als vermißt gemeldet
wurden.
Unbeirrt von der allgemeinen Unruhe setzt Doktor Schiwago seine Untersuchung
fort. Er dreht den vor Schmerz schreienden Schwerverletzten schwungvoll auf
den Bauch und sucht vergeblich nach dem Ausweis.
Peter Rustinger weiß nicht, ob er noch gebraucht wird und zerbricht
langsam am inneren Konflikt zwischen Pflichterfüllung und der Präsentation
seines Handys. Doktor Schiwago richtet den Bewußtlosen auf, packt ihn
an den Oberarmen und schüttelt ihn kräftig.
Auf die Frage des Arztes, bei welcher Kasse er den versichert sei, antwortet
der Vielleichtpatient : "Vater, vergib ihnen....." Doktor Schiwago
versucht den wahrscheinlich nun auf ihn zukommenden Alimenteprozeß zu
umgehen, indem er vor allen noch Anwesenden diese Vaterschaft leugnet.
Weil das untersuchte Objekt keine Krankenversicherung nennt, legt es der Arzt
wieder vorsichtig in den Rinnstein, geht zu seinem Wagen und stellt das Blaulicht
ab. Gleichzeitig beginnt in Peter Rustinger's Latzhose das Handy zu piepen.
Irgendwie weiß er, daß die Firma Ponz & Co die zwei Balken
abbestellen will.
Morgen ist Karfreitag und Peter Rustinger weiß nicht, was er tun soll.
(Thomas Manegold
© 1996) (Drudenfuss Trugbilder und andere Wahrheiten)
subKULTur.com
(16.02.02)
Frühlingsgefühle
Da sind sie
nun vorbei die "tollen Tage". Einmal im Jahr ist es erlaubt, sich
offiziell so richtig die Hucke vollzusaufen, alles was Brüste hat, anzugraben,
und sich so richtig zu blamieren, wenn der innere Trottel nur noch vom schweineteuren
Pappnasenkostüm übertroffen wird.
Als Normalo darf man nur eines nicht versäumen:
Den Aschermittwoch, wenn alles vorbei ist, wenn alles, was man in den letzten
Tagen getan hat, wieder unzüchtig, strafbar und skandalös ist. Lediglich
eine Horde Übermenschen darf an diesem Tag noch einmal so richtig die Sau
rauslassen. Der Rest hat Tanzverbot.
Wenn die Politiker zur Fastenzeit ins Horn blasen oder zuweilen auch, wegen
ihrer derzeit ungünstigen Lage schwitzend, in den Masskrug sabbern und
das Mikrophon vollrülpsen, ist das gemeine, wohl ausgesuchte Prollvolk
natürlich immer dabei, gröhlt und klatscht, wenn der Smiley über
ihnen blinkt und frischt den Restalkohol mit Freibier auf, daß letztendlich
von seinem Geld bezahlt ist. Ausgelassen suhlt sich das gemeine Volk in der
Sicherheit der Demokratie, wedelt mit selbstgebastelten Fähnchen, während
die Führer des Landes oder die, die es gerne wären, die ganze Wahrheit
über ihre Arbeitskollegen rauslassen. Aber Wahrheit ist heutzutage lediglich
eine Frage der Verbreitung und Vermarktung.
Wahr ist, was nützt, gut verpackt und populär
ist. Auch Aschermittwochswahrheit macht da keine Ausnahme.
Schlecht verpackte Pointen und flotte politische Sprüche werden da mit
Spass und Witz unter das Brot-, Spiele und Talkshowgeile Volk gebracht, welches
sich anschließend nach reichlicher Übersättigung durch jene,
mit Steuergeldern bezahlte Propaganda, entscheiden soll, wer denn nun unser
neuer hart arbeitender und überbezahlter Reichs....ähhh.... Bundeskanzler
wird. Wer soll der Held sein, der unser arg gebeuteltes Ländle aus der
Finanz- und Bildungsmisere retten soll? Der am dicksten aufträgt? Im Prinzip
erzählt jeder das Gleiche, es ist nur entsprechend der Parteifarbe anders
verpackt. Hauptsache der Kollege sieht noch blöder aus, als man selbst.
Hasstiraden und Heucheleien unter den Politikern sind
uns nichts neues. Sie amüsieren allenthalben und lenken von den eigentlichen
Fragen ab. Sie sind also unnütz, denn die Regierten sind auch ohne diese
leere Diskussion eher damit beschäftigt, sich die Fakten über ihre
Fernsehstars aus der Bildzeitung zu holen und bemerken die Verarsche überhaupt
nicht. Die Poltitik hat in Deutschland genau das erreicht, was sie sollte: Sie
wird ignoriert. Die Lügner vom Dienst haben den Freibrief vom Volk. Veränderung
bedeutet nur eine andere Form der Stagnation.
Und deshalb wird dann einfach mal nach Zustand gewählt, am besten die Komplementärfarbe
zu Blau, weil es einfach schöner aussieht, wenn man keinen so guten Geschmack
hat, dann lässt man das Wählen einfach gleich sein. Schließlich
gibt es wichtigere Dinge im Leben, zu denen zum Beispiel gerade der Krieg gehört,
in dem unsere tapferen Kameraden von der Bundeswehr endlich auch wieder mitspielen
dürfen, schließlich ist der Tod ein Meister aus Deutschland und warum
sollen die anderen erst üben müssen, wenn wir das doch schon lange
können. Da gibt's wenigstens was zu Kucken und fast so viel Action, wie
in jedem guten Hardcorehollywoodpopcornstreifen, nur eben noch nicht in Dolby
Surround...leider.
Jepp, die sollten sich nicht immer die technisch unterentwickelten
Länder für ihre Kriege aussuchen. Ich halte Japan für sehr geeignet.
Es ist weit genug weg und hat den technischen Standard für eine Interaktive
3 D- Übertragung.
Manchmal sind die Bilder auch ein wenig grünstichig, was aber nicht als
Wahlpropanganda gewertet werden darf, denn schließlich wollen wir den
Medien ja keine beeinflussende Position beimessen. So freuen wir uns also des
Lebens, frei und unabhängig, auch während Zucht und Ordnung der Fastenzeit,
denn schließlich gibt's dann wenigstens Starkbier, um das Verlangen nach
Unzucht etwas zu mässigen. Üben wir uns also weiter in Gleichgültigkeit
und fränkischer Behäbigkeit als Marionetten des kränkelnden Staatsapparates,
denn der weiß schon was er macht, gell.
Ja, 30 Arbeiter vermitteln und so tun, als wären
es 100 ... oder die Reden für die NPD schreiben ... make your own public
enemy...
Vorbei die "Tollen Tage", jetzt wird's wieder ernst, vergessen die
Blamagen und Lügen unserer Helden in der Politik, auf in den Kampf, schließlich
ist es wichtiger, ob der Nachbar seine Hecken nicht außer Kontrolle wachsen
lässt oder sein Hund einen Haufen vor die Nachbarstür geschissen hat.
Die Sonne scheint uns weiterhin aus dem Arsch, die Stilblüten beginnen
in allen möglichen politischen Farben zu blühen, es wird Frühling
im Eurovaterland und bald ist Ostern, dann gibt's auch wieder dicke Eier....
Alexander von Prümmer
/ ToM Manegold
subKULTur.com
(10.01.02)
von ToM Manegold
So toll, wie
diese Aktion ist, so sinnlos scheint sie mir. Riskiert man einen Blick hinter
die Zusammenhänge, darf man feststellen, daß die Vereinnahmung von
Radio HOT FM durch Radio Galaxy so rein wirtschaftlich doch längst stattgefunden
hat bzw. immer schon eine Tatsache war.
Ich habe den Idealismus der Mitarbeiter dieses kleinen großen Senders
immer sehr bewundert. Aber dieser Sender war zur falschen Zeit am falschen Platz.
Jetzt, da die Konsumenten vermehrt feststellen, daß man auch via Internet
Radio hören kann, jetzt, da sich immer mehr Leute die dafür notwenige
Flatrate zulegen, jetzt, wo an jeder Ecke ein neues Radio aufgemacht wird, jetzt
wird dieser Sender, der eine zeitlang wirklich ein Vorreiter im Internet war,
aufgefressen, geschluckt, verstümmelt, auf Linie gebracht oder abgeschaltet.
Das ist eigentlich schon wieder lustig.
Das dieser Sender fünf jahre lang nur gekostet hat, ist weder das Verschulden der redaktionellen Mitarbeiter, noch in einer mangelnden Akzeptanz zu sehen. Wer so einen, fast schon avantgardistischen Sender (zumindest war er das früher einmal), versucht an die selben Kunden zu verkaufen, Anzeigen schalten, ist selber Schuld. Neben diesem berüchtigten Hofer Heimatsender bedient auch jedes andere bayerische Lokalradio bestimmt nicht das selbe Klientel wie HOT FM. Man müßte sich rein wirtschaftlich innerhalb der Kultur bewegen, die man bedient. Neben Clubs und Plattenfirmen haben schon ganze Produktionszweige das wirtschaftliche Potential der Alternativen erkannt.
Viel zu lange dümmpelte HOT FM in einem eingeschränkten Sendegebiet vor sich hin. Mal abgesehen von der hirnrissigen geographischen Lage ist es doch, schon rein an der Bevölkerungsdichte innerhalb des Sendegebietes ersichtlich, wieviele Leute mit adäquatem Musikgeschmack über UKW überhaupt erreicht werden. Von da her hat HOT FM schon einiges geleistet. Sicherlich hat dieser Sender dazu beigetragen, daß ausgerechnet in Hof eine verhältnismäßig hoher Anteil der hörenden, aufrecht gehenden Zweibeiner wissen, daß es eine riesige alternative Musikszene gibt, fernab von Chartsgedöhns und Mainstream. Und daß HOT FM gut ist, zeigt uns doch die Tatsache, daß wahrscheinlich mehr Amerikaner diesen deutschsprachigen Sender hören, als Deutsche.
Würde sich Radio "Galaxy" dazu hinreißen lassen, ein ähnliches Musikformat, wie HOT FM zu fahren, dann würde die Formel: "Wer wagt, gewinnt" sicher aufgehen, denn bayernweit, ja selbst nur "frankenweit" würde dieses Musikformat glänzend funktionieren- und dann könnte ich hier im ach so fernen Bayreuth, den Sender ebenfalls hören. Aber im Endeffekt wird das nie passieren. Niemand hat ein Interesse an einer breiteren Akzeptanz derer, die anders sind. Zwar hat HOT FM sein Potential in dieser Hinsicht weder benutzt noch mißbraucht, aber Dinge, die anders sind, als der diktierte Einheitsbrei, haben Machtpotential. Meistens regelt das Diktat von Kultur und Meinung allein unser wirtschaftliches Prinzip. Dort wo Geld nicht die Kultur regiert, tun es andere.
Das, was in Hof gerade abläuft ist die Playmobilversion dessen, was einst die Auflösung von DT 64 auslöste. Damals gab es Massenkundgebungen wegen der bevorstehenden Senderabschaltung. Zumindest gibt es jetzt noch Radio Spudtnik, vielleicht sogar wegen des Aufruhrs damals, denn der Protest war so massiv, daß man nicht mehr vertuschen konnte, entgegen des demokratischen Mehrheitsprinzips zu handeln. DT 64 haben mehr Leute gehört, als Antenne Bayern ... In diesem Sinne- macht euer eigenes Radio auf, wenn ihr wollt. Nach HOT FM kräht, außer einer handvoll Nostalgiker, schon nächstes Jahr kein Hahn mehr. Menschen, die das vielleicht verhindern könnten, werden gegangen, sofern es sie gibt. Mindfuck läuft immer und auf jeder Ebene nach dem selben Prinzip ab.
Also, meine Hochachtung an den Sender und seine Mitarbeiter, insbesondere an Joe Liebschwager, an diese Aktion und bei allem Pessimismus: Ihr seid nicht allein.
Grüße! Thomas Manegold
subKULTur.com
(14.09.01/)
von ToM Manegold
08.10.01
- DER RÜCKSCHLAG
Die Mechanismen wiederholen sich. Anstelle des in sich zusammenfallenden Hochhauses dürfen wir nun ein pixeliges dunkelgrünes Bild im Halbstundentakt bestaunen - ach ja, und unseren Außenminister, wie er sich entgeistert in die Anzugtasche fast, weil sein Handy piept, während der Kanzler spricht. Ok, das kann ja mal passieren, aber bitte nicht vier mal pro Stunde. Dazwischen drei Übersetzungsvarianten einer fast live übertragenenen Presseerklärung. Wer zu spät kommt, den bestraft die Fernbedienung ...
Die USA haben nun zurückgeschlagen und das Gestammel @ the other side of mattscheibe geht einem viel früher auf den Sack, als noch vor drei Wochen. Aber erst, wenn Moderatoren vergeblich versuchen, frei zu sprechen, wenn Nachrichtensprecher so tun, als hätten sie das Wort "Neutralität" noch nie gehört, wenn wir den dritten ollen Schinken mit guten amerikanischen Soldaten und die vierte Reportage über das Gespenst "Islam" gesehen haben, werden wir merken, daß alles nach den gleichen Mustern funktioniert, wie die BMW Radkappe, die im Film "Armageddon" über die Leinwand rollt, nachdem zuvor "Reportagen" über Kometen im Fernsehen das Publikum sensibilisierten und weichklopften. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die polarisierende Wirkung unser TV- Schlacht noch nicht einmal von oben gesteuert wird, sondern durch die Mechanismen, die am 11.09.01 in Manhattan so erschüttert wurden. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Quote über alles!
Jede Menge wichtiger Menschen haben sich inzwischen die Münder fusselig geredet.Trotzdem bleibt immer wieder die Frage: schwarz oder weiß, dafür oder dagegen. "Also ich bin gegen die Terroranschläge, und ich bin gegen einen Krieg. Aber ich bin dafür, daß sie den bin Laden kriegen." URGH! Inzwischen kann man es sich leisten, über ein Kind zu berichten, die sich in der Schulen erdreistete, nicht gänzlich der kollektiven Meinung zu sein, und deshalb von der Schule fliegen sollte...
Andererseits: Keiner anderen Nation hätte man so viel "Vorsicht" und Getue abverlangt, wenn ihr Ähnliches widerfahren wäre, wie den USA. Jede Aktion gegen Afghanistan wäre nach unser aller Machtprinzipien legitim. Aber entgegen ihrem Ruf (und auch entgegen ihrem Gebahren) hat sich die Supermacht USA bis jetzt erstaunlich zurückgehalten. Möge die wohl perfekte Mischung aus Besonnenheit, Weitsicht und Kalkül noch andauern! Mögen alle sich einen kühlen Kopf bewahren... und ein warmes Herz, wenn man mal so kitschig daherreden darf.... alle... die Bärtigen, die Glattrasierten, die Unterernährten und die Übergewichtigen Akteure dieses Theaters und wir, die Zuschauer... Und mögen wir die Zuschauer bleiben.
Aber letztendlich weiß niemand, wie es weitergeht. Entscheidend über das Ausmaß der Katastrophe, die nun die Welt ereilen wird, ist nicht die Strategie der Amerikaner und die vermeindlichen Bakterienkolonien des Herrn bin Laden. Enscheidend ist, wieviele nun seinem Aufruf zum Heiligen Krieg folgen werden. Wir wissen nicht, wie stark der kollektive Geist der Islamischen Welt ist. Es ist jedenfalls so groß, daß in den vielen Antworten der zum Thema Nr. 1 befragten Moslems, neben dem afghanischen Problemen, eben auch so komische Schlagworte wie "Kashmir" und "Palästina" auftauchen. Genau dieser Zusammenhang ist der von "uns" so eifrig ignorierte Schlüssel. Ob und wie weit eine Religion oder Weltanschauung sich wegen eines Aufrufes über humanitäre Denkweisen hinwegsetzen wird, kann nicht einmal der Rufer selbst abschätzen. Thomas Manegold.
subKULTur.com
(14.09.01/)
von ToM Manegold
14.09.01 / 22 Uhr - DIE FATALEN FOLGEN
Fassungslosigkeit.
Man sucht Begründungen für den Schock in uns allen und man hat Angst.
Vor Folgeanschlägen, vor einem Krieg und langsam auch vor der medialen
Einmündigkeit und Permanenz.
Inzwischen sind Moslems, Männer mit dunklen langen
Bärten und Menschen mit verhüllten Köpfen latent gefährdet.
Jeder "Übergriff"
ist mehr als verständlich, ist leider allzu menschlich, aber nicht zu entschuldigen.
Klar, ich bin nicht unmittelbar betroffen (hoffe ich mal), aber jeder Ansatz
von Lynchjustiz aufgrund von Aussehen und Glauben bringt uns dem Glaubenskrieg
ein wenig näher, und den können wir nicht gewinnen! Weil wir keinen
Glauben haben, der so einem Krieg standhalten würde, dem Krieg der Götter:
Allah gegen ... wen - gegen das Geld, gegen den Fernseher?
Inzwischen gibt es Talkshows mit Überlebenden und Hinterbliebenen.
Berichte aus erster Hand. Sich windende Politiker, weinende Mütter, eifrige Journalisten und Banker, die deshalb überlebten weil sie wegen schlechtem Handyempfang auf die andere Straßenseite gegangen sind. Das Fernsehen macht seinen Job inzwischen weiter, wie immer. Die Themen der Talkshows haben sich geändert, das Niveau nicht.
Inzwischen
sind wir alle Amerikaner. Inzwischen sind wir alle christlich zivilisiert.
Aber genau dieser Anspruch, die einzigen zivilisierten Menschen zu sein, der
Anspruch, nur weil unser Wertesystem, unser Gott und unsere Wirtschaft die Welt
scheinbar dominiert, Herrscher zu sein, ist einer von vielen Gründen für
diese Eskalation der Gewalt. Das legitimiert sie keineswegs, es ist eine mögliche
Erklärung.
Diejenigen, denen das mit Recht scheißegal sein dürfte im Moment,
sind die Menschen in den Katastrophengebieten.
Inzwischen bemühen sich alle um Normalität.
Das Oktoberfest wird stattfinden. Die Vorjahres"O´zapft is!" - Bilder vom grinsenden Edmund gehen um die Welt. Es ist die Freiheit, die uns diesen schweren Schritt gebietet, nicht etwas die eine Milliarde Verlust, die auf die involvierten Großverdiener zukäme. Es ist die selbe Feiheit, die mich dazu veranlaßt, ums Verrecken nicht dazugehören zu wollen- weder zu den Biertrinkern auf der Wiesn noch zu den "Christlich-zivilisierten". - und das war auch schon so, als es das World Trade Center noch gab und das wird auch so sein, wenn es wieder steht.
Inzwischen gibt es erste Zahlen: 5000 Vermißte, 40 Milliarden Dollar Schaden. Und 40 Milliarden für die Mobílmachung, denn es soll Krieg geben, sobald der Gegner feststeht.
Aber
gerade das steigert die Wut ins Unermeßliche. Es gibt offensichtlich keinen
Gegner. Jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. Es gibt kein Monument,
daß man erobern oder plattmachen kann. Es gibt nur den fanatischen Haß
auf die USA und die "westliche Welt". Deren Medienrummel neigt inzwischen
zur Kriegspropaganda. Und weil die westliche Welt ihre eigenen Medien schon
vor dem 11. September für die Wirklichkeit hielt, scheint momentan nichts
anderes mehr zu passieren. Doch das Sterben geht weiter. Und auch das Leben
- diesseits und jenseits des Wohlstandes.
Inzwischen frage ich mich: Wem nützt es? und Wie konnte das überhaupt geschehen? und Was wissen wir eigentlich wirklich?
Den Akt der Zerstörung, das unermeßliche Leid, die vielen Toten dürften auf dieser Welt nur ein paar verwirrte und kranke Geister wirklich erfreuen, allerdings werden die meisten Antipathien gegen die Supermacht USA den Schock überleben, der sie momentan aus den Köpfen und Herzen jenseits unserer christlich zivilisierten Welt verdrängt. Kann man gegen den Haß einen Krieg führen? Thomas Manegold
subKULTur.com
(11.09.01/ 22 Uhr)
von ToM Manegold
11.09.01
/ 22 Uhr - DER TOTALE TERROR
Die Welt steht
Kopf. Nichts ist mehr, wie es war. Irgendwie sind alle Ereignisse, die mich
noch vor ein paar Stunden beschäftigt haben, auf eine unerträgliche
Weise lächerlich geworden. Wie groß muß der Haß sein,
wie absurd verkommen muß ein Mensch sein, der Passagierflugzeuge kapert,
um sie als Bombe zu benutzen. Die Perversion, die Degeneration Mensch hat eindeutig
eine neue Qualität erreicht.
Inzwischen rechnet man mit Tausenden von Toten. Inzwischen
haben alle wichtigen Personen ihre Bestürzung in die Welt geschrien und
unser Bundeskanzler unser aller bedingungslose Solidarität der USA zugesichert.
Im Inneren wissen wir, daß hier nicht etwa Unbeteiligte rücksichtslos
geopfert wurden. Offensichtlich sind wir alle der Feind... eine wirtschaftliche
Bedrohung, eine geistige Bedrohung... Wir können froh sein, wenn es wirklich
nur 20 Verrückte waren, die mit ein paar automatischen Waffen, ein paar
Handys und diversen Flugkenntnissen dafür verantwortlich sind. Oder sollten
wir hoffen, daß da mehr dahintersteckt, irgendwas Aufwendiges, irgendeine
Organisation, damit wenigstens ein wenig von unserem Glauben an Stabilität
übrig bleibt? Irgendwie beschleicht mich der Gedanke, daß wir die
Wahrheit über diese Anschläge nie erfahren werden. Denn im Endeffekt,
und das sollte uns nach 6 Stunden Nachrichtenpowerplay sehr zu denken geben,
wissen wir gar nichts über Ursachen und Hintergründe. Die Fakten,
mit denen in Fernsehen herumjongliert wurde, passen in nebenstehenden Streifen-
mal abgesehen von technischen Details.
Inzwischen laufen die Schreckensbilder von der Zerstörung
eines Weltwirtschaftszentrums in Endlosschleife über sämtliche Kanäle.
Inzwischen laufen sämtliche Börsendaten in den Keller und sämtliche
Rohstoffpreise in die Höhe.
Im Vergleich zu den üblichen Katastrophenbildern aus sozial und geographisch fernen Krisengebieten ist das hier alles realer. Die große Leistungsfähigkeit unserer Medien schlägt live und in Farbe unerbittlich zu. Nur ist das kein Videospiel mehr, wie einst der Golfkrieg. Das könnte auch Frankfurt sein, oder Berlin. Es richtet sich gegen die Gesellschaft in der ich lebe. Eine Gesellschaft, die mir und ihren anderen Kindern Unverwundbarkeit und Größe predigt. Viva unterbricht vorläufig sein Programm und sendet jene Sprachlosigkeit in die Welt hinaus, die uns alle beschleicht. Kein Sarkasmus hilft mir mehr darüber hinweg, kein Zynismus reicht aus, sich vor dieser Wahrheit zu schützen.
Inzwischen haben die USA neben dem gesamten Flugraum auch ihre Grenzen komplett dicht gemacht. Ebenso schließt Israel seine Grenzen. Inzwischen sind auch die Militärs anderer Nationen in Alarmbereitschaft.
Menschen, mit denen ich lebe und arbeite reden plötzlich über die Angst vorm Krieg. Jetzt sind wir Erstweltler verletzbar ... nicht nur wegen der unabsehbaren Schäden materieller und wirtschaftlicher Art, sondern auch wegen unserer Emotionen. Wie steht doch unser aller Wohl bei allem wirtschaftlichen Größenwahn und bei aller technisch begründbaren Arroganz Tag für Tag auf der Kippe. Und wie steht nun unser Urteilsvermögen förmlich am Pranger. Wenn jetzt jemand "KRIEG" schreit, reden wir nicht mehr über das World Trade Center. Thomas Manegold
subKULTur.com
(Juli 2001)
von ToM Manegold
Der im Juli
erschienene Bayreuth-Bootleg-Sampler, der 18 regionalen Bands ein Forum bietet,
überrascht mit interessanten Beiträgen und vermittelt den Eindruck,
in Bayreuth gäbe es eine intakte Musikszene. Obwohl letzteres zwar einer
Lüge gleichkommt, gibt sein Erscheinen allen beteiligten Bands die Chance,
etwas zu tun. Oder sollen sich ausschließlich diejenigen darum kümmern,
die bereits verrückt genug waren, in das Projekt Zeit und Geld zu investieren?
Eigeninitiative ist angesagt! Eigentlich ist so etwas selbstverständlich,
denn als Musiker sollte ich mich und meine Musik immer und überall präsentieren,
pausenlos an mir arbeiten, jeden Tag meinem Dasein als Künstler widmen,
um etwas zu erreichen. Wenn ich außerdem noch etwas anderes zu tun habe,
kaufe ich mir einen Terminkalender. Es gibt Väter und Mütter, die
Kinder großziehen, Kühlschränke füllen und nebenbei arbeiten.
Da werden die Kinder ja wohl Beruf, Beziehung, Kneipe und Musik unter einen
Hut bringen können.
Eine Band muß immer auf dem aktuellen Stand sein, was Studiotechnik und
Kommunikation angeht und benötigt ein Telefon, eine E-Mail Adresse und
eine stets aktuelle Homepage. Sie sollte die Medien kennen, die über sie
berichten sollen. Sie braucht eine Pressemappe und sollte jeden Flyer, auf dem
ihr Name steht aufheben. Sie muß mit den Dingen, die andere über
sie sagen, arbeiten, sie verbreiten! In der Wirtschaft nennt man so etwas Referenzen.
Begeisterung ist eine Kunst und eine Medaille mit zwei Seiten. Ich muß
mitreißend sein, mich gleichzeitig aber auch über Erfolge anderer
freuen können. Das geht natürlich nicht, wenn ich nicht dabei bin.
Niemand kommt zu meinem Konzert, wenn ich nicht zu seinem gehe. Nur wenn ich
präsent bin und mich anderen schmackhaft mache, bekomme auch ich die Möglichkeit,
mir vor einem größeren Publikum den Allerwertesten abzuspielen.
Nur wenn eine Band selbst bereit ist, für ihren Erfolg hart zu arbeiten,
ist ihr Schrei nach Hilfe und Förderung von außen berechtigt. Wer
sich allerdings in gemachte Nester setzt, weiß nicht, wie man sie baut.
Das Musikerleben in der freien Wildbahn ist hart, weil der Markt mit Musikern
und ihren CDs übersättigt ist. Sich dort einen Platz zu erstreiten
lernt man im Gehege einer regionalen Szene. Aber auch hier gelten die normalen
wirtschaftlichen Regeln. Und auch hier trennt sich Spreu von Weizen. Der Spreu
bleibt dann das Jammern. Und weil sich das Jammern mit einem Bier noch viel
jämmerlicher von den Lippen löst, sind wir in unserer Bierstadt doch
rundum bestens versorgt. Thomas Manegold
Die Wintergrippe
wurde übergangslos zur Sommergrippe- vielleicht befinde ich mich deshalb
in einem derzeit ziemlich desolaten Zustand. Doch auch die CD- Koffer fallen
bald auseinander, die Papierberge werden größer, die Arbeit wird
nicht weniger ... und Experimente, wie das Alternative
Rock Festival, stoßen auf wenig Interesse.
Doch es sei mir die Annahme gestattet, daß es kein lokales Problem, sondern
ein deutsches Naturell ist, wenn die Möglichkeit genügt, etwas tun
zu dürfen. Deshalb haben Dientsleistungsunternehmen einen guten Ruf und
einen schweren Stand. Deshalb rangeln auch Clubs um potentielle Gäste.
Als das U- Boot Bayreuth im Mai so sang und klanglos die Tore schloß,
ging ein Aufschrei durch unsere Möchtegerngroßstadt. Allerdings riefen
weitaus mehr Leute ihren Unmut über die (vorübergehende) Schließung
des Ladens in die Welt hinaus, als jemals dort waren. Soll jetzt nicht heißen,
daß das U- Boot leer war.
Der Freitag mauserte sich dort einst zur erfolgreichen Indieveranstaltung und
zog eine Menge DJs an, die gern dran teilhaben wollten. Eines habe ich aus der
U- Boot Zeit gelernt: Zur Etablierung eines Ereignisses jenseits des Mainstream
braucht man Zeit, Geduld und viel Idealismus. Letzteres wird einem spätestens
dann abgesprochen, wenn der Laden läuft.
Sehe ich mich
an den Wochenenden um, wird mir schlecht. Biersaufenfürnemarkbisdreiundzwanziguhr
ist angesagt. Ich sehe nichts von einer Spaßgesellschaft, sondern eine
Masse von Menschen, die schwer damit beschäftigt ist, sich zu betäuben,
um ausgelassen zu sein zu können, rumzupöbeln, sich zu prügeln,
jemanden ins Bett zu kriegen bzw. bei jemandem unterzukommen ... je nach Spaßfaktor
und Anspruch. Nicht daß ich etwas gegen diese Freizeitgestaltung einzuwenden
hätte- es geht mir nur um diese Ausschließlichkeit, die sich da breit
macht.
Jetzt wird sich mancher fragen: "Was will der eigentlich, seine Party läuft
doch super!" Tut sie auch. Die "La nuit obscure" hat alle Erwartungen
längst übertroffen. Es geht ums Drumherum, das ich nicht kapiere:
Die Flyer, die irgendwo in den Wäschestapeln vergammeln, die subKULTur
Hefte im Mülleimer, der Satz: "Tolles Heft - vielleicht mache ich
ja im nächsten mal `ne Anzeige." Fast belustigend ist das Phänomen,
daß zu unseren massive beworbenen Konzerten manchmal weniger Leut kommen,
als sich persönlich ankündigen. Es kotzt mich an, Kneiper oder Bodybuilder
am Einlaß zu fragen, ob ich Flyer auslegen darf, die dann hinter meinem
Rücken entsorgt werden, endlose Diskussionen darüber zu führen
, was kommerziell und was nicht kommerziell ist, Musikwünsche wie: "Spiel
doch mal gute Musik und nicht so ein Scheiß" und Fragen wie "Was
machst Du eigentlich außer dem Ganzen hier?". Jedes für sich
eine alltägliche Nichtigkeit, aber zusammengenommen (mit der Grippe &
den kaputten Koffern) wirft das schon manchmal die Frage auf: "Wofür
tut man das eigentlich?"
Das soll jetzt nicht diejenigen vor den Kopf stoßen, die uns unterstützen
und die mit ihrer Party, egal, ob sie Industrialization, Sexbeat, Metalmorphosis,
Destination Void oder Tales From The Disintegrated 80s :-) zu einem Teil des
Ganzen geworden sind. ( Der Student sagt "einbringen" dazu). Es soll
nur daran erinnern, daß viele Dinge sehr schnell selbstverständlich
werden. Sie sind erst dann wieder wichtig, wenn die Selbstverständlichkeit
sie von der Bildfläche gefegt hat.
Wir sind kein Randgruppendienstleistungsunternehmen! Doch wir sollten es wohl sein, da sich unser Publikum größtensteils auch nur aus Konsumenten zusammensetzt. He, fühl Dich jetzt nicht gleich angepisst! Es ist nicht der einzelne ehrenwerte Mensch, sondern die Masse, die immer lauter "Unterhalte mich!" schreit und sich in die Position des kritisch- passiven Beobachters begibt. Ist ja auch kein Wunder, wenn man bedenkt, daß ca. 30 Zeitungen, 20 Festivals und eine unüberschaubare Anzahl von Clubs dem alternativen Menschen erklären wollen, daß er sie unbedingt braucht. Da macht sich Vergeßlichkeit breit, die sich in solchen Sätzen wie "Was, das ist schon heute?" und "Ich wollt eigentlich kommen, aber ich habe es vergessen." äußert. Spätestens dann hilft kein neuer RAM- Baustein mehr, sondern nur noch eine Festplattenformatierung und die Erinnerung daran, daß man auch einen eigenen Willen hat. In der Tat gibt es viele Leute, die sich im exisiterenden Überangebot noch langweilen. Früher war alles besser, da hat man sich gelangweilt, weil wirklich nichts los war. Thomas Manegold
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(März 2001)
von Jan van Bruck
ES IST SOWEIT!
GRAND PRIX & SCHLAGER FÜR GRUFTIS
Die Belanglosigkeit triumphiert über aufgeblasene Medienpüppchen. Beim diesjährigen Vorentscheid des Schlager Grand Prix bewies das wählende Volk, daß es nicht jeden Medien-Hype schluckt. Was für mich persönlich doch recht überraschend kam, und in mir nun die Hoffnung aufkeimen läßt, daß die Talsohle des Ungeschmackes erreicht sein könnte. Die Zuschauerquoten der täglichen- gestellt-oder-nicht gestellten- Voyeur- Seifenopern sinken. Die Sonne am Horizont scheint wieder zu steigen und die Schatten der Zwerge werden endlich wieder kleiner. Wer hätte das gedacht, der belächelte Schlager, in Form von MICHELLE triumphiert über die zelebrierte Blödheit bemitleidenswerter Selbstdarsteller wie ZLATKO oder RUDOLPH MOOSHAMMER. Der "Nur-Nicht-Einmal-Spaß-Inhalt" funktioniert nicht , denn im Gegensatz zu RAAB und HORN, waren die diesjährigen, jetzt gekränkten Blasestars ZLATKO und MOOSI absolute musikalische Nichtskönner, zumindest hatten sie wahrlich nichts bei dieser Veranstaltung zu suchen. Das Saalpublikum buhte zurecht und die Nation hat zwei zwar BSE-freie, aber denn noch beleidigte Leberwürste mehr. Nachdem der diesjährige "Countdown Grand Prix Eurovision 2001" teilweise zur Karikatur verkam, dürfte im kommenden Jahr die profitgeile Dummheit diverser Selbstdarsteller, dieser Veranstaltung fern bleiben. Man mag zum Schlager Grand Prix stehen wie man will, Schlager ist so oder so nicht tot zu kriegen, aber wenn man schon Belanglosigkeit zelebrieren möchte, dann bitte mit Hand und Fuß, d.h. zumindest ein Funke "Können" sollte vorhanden sein. Ich frage mich aber, warum Herr Siegel jedes Jahr mit zwei Kompositionen antreten kann, das spricht dann wiederum nicht unbedingt für eine Institution, die den Namen Wettbewerb trägt. Ich denke auch einem Herrn Siegel täte ein Jahr Pause vom Grand Prix ganz gut. Vielleicht könnte dann der deutsche Schlager doch noch spannend werden, denn die außer Konkurrenz startenden ROSENSTOLZ & MARC ALMOND zeigten, daß Schlager auch ein gewisses Niveau haben kann. Wenn ich mir die derzeitige "unabhängige Musiklandschaft" so betrachte, dann sehe ich dort auch so einige Aspiranten, die sehr gut als "Schwarzer Schlager" vermarktet werden könnten. Irgendwie eine schöne Idee, das "alternative" Niveau wieder ein wenig zu korrigieren. Weichspüler für schwarze Wäsche schön und gut, aber braucht die Welt Schlagermusik für schwarzgekleidete Menschen? Jan van Bruck
Da soll mal
noch einer sagen, das sei alles Quatsch gewesen, das mit der Endzeit. Zugegeben,
erst haben wir 2000 vergeblich auf den Totalzusammenbruch gewartet, dann haben
wir uns an Adam Riese erinnert und festgestellt, daß unser heißersehntes
neues Jahrtausend doch erst 2001 anfängt. Also noch ein ganzes Jahr ausgeharrt
und- Wieder nix! Doch die Welt strebt Endlösungen an - alles braucht eben
seine Zeit. In den USA verabschiedet man sich von der Demokratie und bestimmt
den ersten Klon zum Präsi. Auch in Israel denkt man über Endlösungen
nach, denn man kann sich ja nicht ewig in mühevoller Kleinarbeit Man für
Mann zusammenschießen und für jeden einzelnen eine lautsarke Trauerfeier
veranstalten. Wenn die da unten so weiter machen, sind sie in 10 Jahren noch
nicht fertig. Zugegeben, diesbezüglich haben sich die Zeiten, zumindest
in der ersten Welt etwas gemäßigt. Man ekelt die Querdenker ins Abseits
und schießt sie nicht mehr über den Haufen.
Unterdessen macht Mutter Natur richtig ernst. Die Eisbären hüpfen
von Scholle zu Scholle, die Wüstenbewohner frieren sich den Arsch ab oder
ersaufen und wir sparen uns in drei Jahren locker die Winterreifen. Bis dahin
müssen unsere Subventionsfonds wieder frei sein, denn die Autoindustie
wird durch den Wegfall von Salzfraß, Wintercheck und Glatteisunfällen
Milliardenumsätze einbüßen. Also müßten wir in drei
Jahren daß Problem mit den Rindern beseitigt haben oder damit anfangen,
die bauern zu schlachten, damit wir uns die Autobauer noch leisten können.
Man hätte die verrückten Rindviecher noch vor einem halben Jahr an
die Schweine verfüttern können, weil die ja bekanntlich so schnell
verfetten, daß man sie schlachten kann, bevor sie blöd werden, doch
schon kommt die nächste Seuche, die alle Tier-KZ- Insassen befällt,
die Mäuler und Klauen haben.
Durch die organisierte Massenvernichtung von Fleisch auf vier Beinen werden
nun riesige Mengen pulverisierte Meeresbewohner übrig bleiben, weil man
sie nicht mehr verfüttern kann. Mc Donalds hat schon reagiert: Fischwochen
seit ca. 2 Monaten. Na, wenn das kein Abendmahl ist!
Doch mal im Ernst: Wenn das Tierschutzgesetz im ach so peniblen Deutschland
nur dann eingehalten werden kann, wenn pro Monat eine bestimmte Anzahl von Tieren
gefressen wird, sollten wir Moral und Ethik bei der nächsten Schlechtschreibreform
einfach aus unserem Wortschatz tilgen und das Pflichtcloning einführen.
Dann kann man sich der Selbstherrlichkeit gnadenlos hingeben, ganz ohne Gummi.
Goodbye Horses! Thomas Manegold
subKULTur.com
(Dezember 2000)
von ToM Manegold
AB MORGEN
WIRD ZURÜCKGESCHOSSEN
OPPORTUNISMUS ALS PRINZIP
In unserer Überflußgesellschaft wird nämlich Fleisch in Rekordzeit produziert und weggeworfen, während man anderswo noch vierbeinige Heiligtümer verehrt bzw. aus Prinzip nicht verspeist. Nicht das wir nun auch Kühe anbeten und Schweine verschmähen sollen. Nein, wir sollten nur irgendeine Beziehung zum Vieh herstellen und uns bewußt sein, daß wir es mit Leben zu tun haben. Wer ein Steak haben will, sollte auch die Kuh schlachten.... oder vielleicht einmal zuschauen, wie eine noch dampfende Rinderhälfte im Fleischkutter verschwindet. Vom Biorasenmäher zum Hamburger- Eine BBC Reportage- Direktors Cut FSK 18! Ein Schwein beim Namen zu rufen, ihm dann die Elektroden an den Kopf zu klemmen und dann den Strom anschalten ist besser als jedes Computerspiel. Der Fleischbedarf würde dann auch ohne Rinderwahn zurückgehen- auf ein verdauliches Maß. Dann bräuchten wir auch keine Kälber mästen, sondern könnten den Kühen Zeit zum Wachsen geben, oder vielleicht ansatzweise darüber nachdenken, ob totes Fleisch wirklich auf den Teller gehört, oder nicht doch besser unter die Erde. ToM Manegold
( www.kuh.de- wirklich kuh-le
Seite- incl. Live Cam und Kuh zum Ausschneiden usw. )
"Kondition: Macht!" und das daran anschließende Festival d`Etage- das war zusammengenommen das größte subkulturelle Ereignis in Bayreuth und qualitativ eine der besten Veranstaltungen, die ich jemals besuchen durfte. Ja, eben auch eine der besten, die ich mitgestalten durfte- so wie viele andere Leute, die sich für die SACHE an sich den Allerwertesten aufgerissen haben. Ich danke auf diesem Wege dem Team des Bayreuther Zentrums für eine tolle Location und ein gelungenes Fest, und nicht zuletzt dafür, daß sie uns beim Aufbau unserer URBAN CULTURE AUSSTELLUNG unterstützt haben. Weiterhin danken wir uns selbst, für die zwei Computer, die wir uns selbst zur Verfügung gestellt haben, da sich im weiten Umland kein Sponsor fand...:-)
Nun ist es vorbei und es wurde zwar wenig, aber doch kontrovers darüber diskutiert. Das "Wenig" haben sich die Erben selbst zuzuschreiben, da zu wenig Presse und fachkundiges Publikum geladen war. Leider, denn "Kondition: Macht!" hätte sicher einiges bewegen können.
Wir haben zu diesem Zeitpunkt drei Statements unserer Redakteure im Netz, die unterschiedlicher nicht sein können.
Ja, "Kondition: Macht!" ist das beste, was die Erben jemals in Szene gesetzt haben. Die Bayreuther Aufführung ist dazu noch eine erhebliche Steigerung gegenüber der Urversion in Berlin. Juliana von SKEKSIS spielte brilliant die Rolle der sprechenden Frau, die Musiker waren wirklich Teil der Handlung und die musikalische Umsetzung dürfte in dieser Form bisher noch nicht dagewesen sein.
Das Stück selbst, dem Glanz der Inszenierung beraubt, weist Schwächen auf. Über die kann man sich aufregen, oder darob hinwegsehen. Auf Grund der Zentralgewalt, die Oswald Henke auch in Bayreuth ausübte, ist er natürlich der einzig streitbare Punkt und wird nun auch im Zentrum der Diskussionen und Kritiken stehen. Ich weis nicht, ob es einem geschulten Theater- Schauspieler gelänge, ein Stück zu schreiben, in dem er die Hauptrolle selbst spielt, selbst Regie führt, selbst das Bühnenbild entwirft, selbst die Gesamtleitung übernimmt und selbst das Casting macht, die technische Überwachung übernimmt .... und selbst..... und selbst..... Bisher hat das noch niermand probiert. Wenn man das Ganze dann in seiner Namensgebung zu einem Tribut an sich selbst gestaltet wird, ist man angreifbarer als notwendig.
In Bayreuth wurde doch in erster Linie kein problemaufwerfendes bzw. -lösendes Stück aufgeführt, sondern, vom Standpunkt des argwöhnischen Kritikers betrachtet, die Vermischung aus Traum und Wirklichkeit eines einzelnen Menschen. Maschinensegment Musiker, eine böse Welt, die man austricksen muß und gleich drei Frauen ... Der Literat dagegen sieht über die egomanischen Träume und chauvinistischen Anflüge (oder umgekehrt) hinweg und erkennt einen sehr interessanten Grundkonflikt: Soll der Mensch, wenn es wirklich gar keinen Ausweg mehr gibt, freiwillig sich beugen, oder als freier Mensch enden? Bei Kondition: Macht! wird die letztere, heroische Variante gewählt und - vor allem auch ausreichend begründet.
"Kondition: Macht!" wurde von einem polaren Publikum bejubelt. Das ist dem Streben des Ensembles GOETHES ERBEN nicht dienlich, die ihre Kunst auch einer breiteren Hörerschaft zugänglich machen wollen.... Wollen Sie das überhaupt?
Ich denke, eher nicht. Wer Neuland betreten will, schreitet vorsichtig voran, denn er bewegt sich auf dünnem Eis. Sucht die Avantgarde Akzeptanz, wendet sie sich vom beschränkten Personenkult ab. Im Zentrum steht dann die Sache selbst, ... oder eben gleich eine gottähnliche Gestalt. Diese hat in unserem Fall versagt, denn die GOETHES ERBEN Festspiele waren zwar in vieler Hinsicht eine Premiere, aber gerade für den Hauptakteur eben nicht der denkwürdige Schritt hin zu neuen Ufern oder zu höheren Qualitäten. Und sie waren sicherlich von vorn herein ein finanzielles Fiasko. Aber keiner jener Fans, die sich eine Karte gekauft und artig applaudierten, hat besagtem Faß den Boden ausgeschlagen. Und wenn der Rebell, nun zurückgekehrt ins normale Leben, in einem Interview sagt, das er seine weiteren künstlerischen Tätigkeiten von den Verkaufszahlen der neuen CD abhängig macht, gestaltet er einmal mehr seinen vermeintlichen Abgang alles andere als heroisch. Soll die Abhängigkeit von der Verkaufsmaschinerie der Beweis sein, daß Kondition: Macht! nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat?
Ich
denke, Oswald Henke manövriert sich mit seiner ständigen Nörgelei
u.a. über mangelndes Interesse und zu viele Schwarzbrenner
zusehends in eine Sackgasse.
Solange der Geltungswahn
eine ansteckende Krankheit ist und so viele Menschen heimsucht, die nicht nur
mit mit Geld dafür bezahlen, einmal im Rampenlicht zu stehen, solange werden
es Entertainer wie Oswald Henke schwer haben. Bald auschließlich umgeben
von einem kritikunfähigen, hörigen Publikum wird seine herausragende
künstlerische Leistung vom Rest der Welt nicht ernst genommen werden, wenn
er weiterhin ausschließlich limitierte Fanartikel produzieren will. Es
ist also nicht damit getan, brav die neue CD zu kaufen, liebe GEmeinde. Schickt
euren Gott in den Urlaub, raus aus seinem Glaspalast, in die blaue Kälte.
Der Rebell schimpft nicht auf den Lauf der Welt, er ändert ihn. Der Rebell
ist allein, ein schwarzer Punkt auf weißer Fläche, der genau weis,
daß die Zeit vorwärts schreitet, und nicht stehen bleibt.... oder
er ist eben doch nur ein Mensch, der das Gefühl nicht los wird, daß
in alle anstarren.... Nach 12 Jahren ist es Zeit, das Reden über die Suche
aufzugeben und endlich damit anzufangen, Rebell! Thomas Manegold
subKULTur.com
(September 2000)
von ToM Manegold
Das Sommerloch ist nun
vorbei, die Deutschen ziehen aus ihren Urlaubskolonien hinein in die Herbstdepression.
Gestopft wurde das Sommerloch wie immer mit dem, was sich anbot. In diesem
Jahr waren das, neben den Liveberichterstattungen vom Sommerschlußverkauf,
auch Neonazis und Kampfhunde, meistens getrennt, manchmal auch im praktischen
Doppelpack. Offensichtlich waren dieses Jahr wegen dem fallenden Euro viele
daheimgeblieben und haben sich damit beschäftigt, standesgemäß
zu reagieren. Dem tödlichen Biß eines Hundes folgte ein bundesweites
Massensterben und ein Kleinkrieg zwischen Hundehaltern und Hundefeinden. Mittlerweile
sprechen die einen von Hunderassendiskrimminierung und die anderen schreien
nach Zucht und Ordnung.
Ja! Zieht Ihnen die Zähne, kastriert sie oder besser noch: Legt sie alle
um! Bevor noch jemand dahinter kommt, daß die Bestie der Mensch und
nicht der Hund ist, beweisen wir es uns besser selbst. Hundegaskammern könnte
man ziemlich schnell entwickeln... Wenn die Mehrheit sie fordert, ist das
legitim. Wer bestimmt, was die Mehrheit will? Spätestens jetzt habe ich
Angst vor dem Mehrheitsprinzip. Führt das Herrchen den Hund oder umgekehrt?
Zersetzt der Rechtsextremismus unsere Demokratie oder doch der kollektive
Schrei nach Verbot und Totalüberwachnung? Medien machen Meinungen gründlicher
als je zuvor. Wenn der Konsument lächelnd zur Kastration schreitet, läuft
irgendetwas schief. Nicht nur vor Gott sind alle Menschen gleich, sondern
auch vor dem Fernseher, aber eigentlich ist das ja das Selbe. Thomas Manegold
subKULTur.com
(Juni 2000)
von ToM Manegold
.... steht
uns bevor.
Was sich schon eine geraume Zeit vage ankündigte, ist nun eingetreten:
Das Top Act Zapfendorf wird im August seine Pforten schließen. Plötzlich
und unerwartet geht so im Jahr 5 nach der Etage eine Ära zu Ende. Es ist
das zweite Mal, daß ich so etwas hautnah miterleben muß. Was bleibt,
sind erst einmal schöne Erinnerungen an einen dritten Samstag im Monat
mit all seinen Episoden und einer immer größer werdenden Akzeptanz.
Und dafür möchte ich den Besuchern, ich denke im Namen aller Beteiligten,
erst einmal danken.
Ebenso wie damals, als Jochen Schoberth fast schon verzweifelt nach einer neuen
Location für die Etage Bayreuth gesucht hat, versucht nun der Vater (mein
Gott klingt das alt) dieser Idee "La nuit obscure", Ulrich Herwig,
mit mir gemeinsam alles, daß die "La nuit Obscure" nicht mit
dem Top Act zusammen stirbt.
ES SOLL WEITERGEHEN. UND IHR ALLE KÖNNT UNS DABEI HELFEN.
In erster Linie bitte ich Euch, Augen und Ohren offen zu halten, damit die Änderungen,
die ab August anstehen, nicht unbemerkt bleiben. Darüber hinaus suchen
wir natürlich eine neue Lokation im Großraum Bamberg. Wichtig ist
dabei: Sie sollte zwei Floors haben und es soll der dritte Samstag des Monats
bleiben.... Bis zu jenem Tag, an dem wir eine neue PartyLocation haben, wird
die La nuit Obscure wahrscheinlich auf Tour gehen.
Am 15.07.00 ist also die letzte LA NUIT OBSCURE im Top Act Zapfendorf.
Am 29.07.00 endet alles mit einer neuen Party: INDUSTRIALISATION 1 (Industrial/
Electro/ Beats),
zu der wir aus gegebenen Anlaß noch einmal den zweiten Floor öffnen
wollen.
Was danach kommt, ist noch nicht spruchreif. Nichts ist für die Ewigkeit
und dem Ende folgt ein Neubeginn. Thomas Manegold
P.S.: Wir haben ein Lokation gefunden- und es ist die Selbe. Im Endeffekt wird sich an der Oberfläche nicht viel ändern. Allerdings werden nun von anderen Verantwortungen übernommen. Will sagen: Der Schreckensmeldung folgte ein konstruktives Gespräch mit einem kooperativen Vermieter. Das Top Act wird schwärzer und die freie Zeit für Macher Uli knapper. ToM
subKULTur.com
(Mai 2000)
von ToM Manegold
subKULTur.com
(August 1999)
von Thomas Manegold
subKULTur.com
(Juli 1999)
von cAHos
Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, das ist ja ein alter Hut. Verhält es sich mit der Wahrheit dann nicht genau so? Ist es nicht so, das eine "Wahrheit" für jemanden eine Lüge sein kann, weil er es einfach so sieht? Ein kleines Beispiel: Ich sag zu Dir: In der Girls Under Glass Besprechung lautet der fünfte Satz: Die CD wurde innerhalb eines Monats aufgenommen. Dann schaust Du nach und siehst: Völliger Quatsch. Dann ändere ich aber den Text (natürlich nur des Beispiels wegen ) und schon stimmt's. Dann ist die Wahrheit in Deinen Augen Lüge. Man könnte Wahrheit und Lüge auch als siamesische Zwillinge betrachten; Je nach dem, von welcher Seite, blickt man in ein anderes Gesicht. Was will ich damit sagen? subKULTur ist die Wahrheit. UNSERE Wahrheit. Unsere Wahrheit kann Deine Lüge sein, wenn Du es anders siehst. Unsere Wahrheit kann aber auch DEINE Wahrheit werden, wenn Du liest, was nur Du lesen kannst, nämlich zwischen den Zeilen, und Dir deine eigene Meinung bildest.... Über die Sonne und ihr knapp dreiminütiges Verschwinden von der himmlischen Bildfläche... über die Mittelalterbarden von IN EXTREMO und über die Bücher, die zumindest einer von uns für lesenswert hält. DEINE Interpretation UNSERER Wahrheit ist ähnlich einem Geschlechtsakt: Es entsteht etwas Neues, nicht völlig neu, aber trotzdem noch nie da gewesen. Und da die Paarung (und Vermehrung) Ziel allen Lebens ist, ist dann auch das wahre Ziel von subKULTur erreicht: Die Veränderung Deines Bewußtseins über Gehirnwaschgang und Konsumschleuder hinaus. Viel Spaß beim mentalen Koitus wünscht cAHos bodystyler,
subKULTur.com
( Mai 1999)
von Jan van Bruck
"Käuflichkeit ist eine Zier"
subKULTur.com
(Mai 1999)
von Thomas Manegold
Ein paar Worte zur Geburt
Nun ist es also soweit. "subKULTur.com" hat das Licht der (virtuellen) Welt erblickt. Es soll wachsen, langsam und stetig. Deshalb verpassen wir dem Sproß schon nach dem ersten Monat eine Frischzellenkur. In welche (kreative) Richtung sich der Virus nun ausbreitet, ist noch nicht ganz klar. So etwas bestimmt nicht zuletzt das Zählwerk dieses Unternehmens. subKULTur.com versteht sich als Forum. So nutze unser Gästebuch und die in absehbarer Ewigkeit entstehenden Versammlungsräume. Entdecke die Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu treten. Hilf` diesem Baby auf seine Füße! subKULTur.com ist wie eine Zeitung aufgebaut. Du kannst also Seite für Seite durchblättern. Natürlich ist es auch möglich, im Inhaltsverzeichnis auf jede einzelne Seite per Mausklick zuzugreifen. Außerdem kannst Du unsere aktuellen Leitartikel direkt über die Titelseite erreichen. Nach dem Update werden die meisten Artikel der vorherigen Ausgabe noch abrufbar sein. Deshalb sind alle Neuzugänge gekennzeichnet. Auch wenn ein Artikel oder eine Seite "verschwindet", kannst Du sie immer noch im Archiv wiederfinden. Nichts geht verloren, alles ist möglich. subKULTur.com hat keine Philosophie und hegt auch nicht den Anspruch, irgend eine kulturelle Szene vollständig auszuleuchten. Erstens ist das unmöglich und zweitens gibt es schon genug Magazine, die diesen Anspruch haben und sich gegenseitig streitig machen. subKULTur.com sucht das Andere, das Exotische, das Geile, das Exzentrische im Datenoverkill der Endzeit. subKULTur.com spielt mit den verschiedenen Medien, die Künstler nutzen, um sich auszudrücken. Natürlich spielt Musik dabei eine große Rolle, soll aber bei Weitem nicht alles sein. Unser Baby soll seinem Namen gerecht werden. Es soll transformieren- kulturelle Minderheiten der Mehrheit zugänglich machen, Vernachlässigtes unterstützen, Unerhörtes verstärken, Sehenswertes sichtbar machen.... an Vergessenes erinnern und die Zukunft gestalten. Viel Spaß den Konsumenten und Dank an die Aktiven! Thomas Manegold
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